Orchester

Elisa spielt Oboe im Kinderorchester NRW

Elisa Pentrys mit ihrer Oboe ihre Zwillingsschwester Rebecca spielt Bratsche.

Elisa Pentrys mit ihrer Oboe ihre Zwillingsschwester Rebecca spielt Bratsche.

Foto: Michael Gottschalk

Der liebliche Klang des Holzblasinstruments ist einzigartig, findet die 14-Jährige. Sie freut sich auf tolle Konzerte mit dem Kinderorchester.

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Elisa spielt Oboe, seit sie sechs Jahre alt ist. Ihr Instrument besteht aus dunklem Holz, hat silberne Klappen und... Moment mal? Genau so hieß es doch in der vergangenen Woche über die Klarinette! Stimmt. Aber auch wieder nicht. Wer eine Oboe mit einer Klarinette gleichsetzt, vergleicht Äpfel mit Birnen, sagt Elisa. Sie spielt seit zwei Jahren im Kinderorchester NRW (KIO) mit.

Da ist zuerst einmal das Mundstück: Eine Oboe wird mit Doppelrohrblatt gespielt. „Das sind zwei dünne Holzstücke, die übereinander liegen. Ein Draht darum sorgt für Spannung.“ Wenn Elisa in ihre Oboe bläst, vibrieren die Rohrblätter und es entsteht eine schwingende Luftsäule in der Oboe. Durch das Öffnen und Schließen der Klappen verändert sich die Tonhöhe. Und dann der Klang: „Ich mag ja die Klarinette auch sehr gern“, sagt Elisa diplomatisch. Aber der klare, liebliche Klang der Oboe sei nicht zu übertreffen.

Diesem Klang hat es die Oboe auch zu verdanken, dass sie im Orchester eine Sonderstellung einnimmt: Sie gibt den Ton an, wenn die Instrumente vor einem Konzert gestimmt werden. Den Ton nehmen erst die Bläser auf, dann wird er an die Streicher weitergegeben.

Elisa hat das Holzblasinstrument in der musikalischen Früherziehung in der ersten Klasse für sich entdeckt: „Ich liebe es, ich bin einfach innerlich unglaublich glücklich, wenn ich spiele.“

Die letzte Arbeitsphase

Und das wird auch so bleiben, wenn sie nicht mehr im KIO ist. Diese Arbeitsphase ist die letzte im Kinderorchester für Elisa und ihre Zwillingsschwester Rebecca, die Bratsche spielt. In Kinderorchester spielen Jungen und Mädchen von zehn bis 14 Jahren mit. Elisa und Rebecca sind bereits 14.

„Ich werde besonders die Arbeit mit den Dozenten bei den Proben

vermissen“, sagt Elisa. So läuft es nämlich in den gemeinsamen Proben ab: Alle Instrumentengruppen — also Streicher, Holzbläser, Blechbläser und Schlagwerk – werden von Musiklehrern betreut. Insgesamt arbeiten 13 Dozenten intensiv mit den 70 jungen Musikerinnen und Musikern. Im Kinderorchester spielen außer Elisa noch zwei weitere Mädchen Oboe. Ihre Musiklehrerin ist Britta Buttgereit. „Das ist natürlich ein ganz anderes Arbeiten, als wenn man zu zehnt ist“, schwärmt Elisa.

Nächstes Wochenende geht es los. Elisa freut sich auf das Medley aus „West Side Story“, aber auch auf die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel: „Ich kann mir vorstellen, dass das sehr viel Spaß macht. Es ist schnell und temperamentvoll, man muss dann den Rhythmus nicht so mitzählen, man fühlt ihn einfach.“

Ein neuer Anfang

Elisa ist ein bisschen traurig, dass sie bald die Freunde aus dem KIO nicht mehr sieht. Aber die Freude auf ein tolles Konzert Anfang Mai überwiegt. Außerdem geht es für sie ja weiter. Sie hat sich vor einigen Wochen beim Landesjugendorchester NRW vorgestellt. Hier spielen Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 24 Jahren. Elisa ist ab der nächsten Arbeitsphase dabei.

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