Design

Die berühmte Bauhaus-Kunstschule feiert den 100. Geburtstag

Diese beiden Häuser wurde von Bauhaus-Architekt Mies van der Rohe 1927 in Krefeld gebaut.

Diese beiden Häuser wurde von Bauhaus-Architekt Mies van der Rohe 1927 in Krefeld gebaut.

Vor 100 Jahren wurde die Kunstschule Bauhaus gegründet. Hier entwickelte sich ganz viel Neues in der Architektur, in der Kunst und anderswo.

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In diesem Jahr wird überall in Deutschland der 100. Geburtstag der berühmten Bauhaus-Schule gefeiert. Das war keine Schule wie die, in der ihr jeden Tag lernt. Das Bauhaus war eine sehr besondere Kunstschule. Von hier aus entwickelte sich ganz viel Neues in der Architektur, in der Kunst und im Tanz. Auch in der Fotografie und im Film machte das Bauhaus vieles anders als vorher.

Der Berliner Architekt Walter Gropius gründete das Bauhaus im Jahr 1919 als Hochschule für Gestaltung in der Stadt Weimar. Die Studenten waren künstlerisch begabt, sie sollten aber auch handwerklich ausgebildet werden. Deswegen gab es viele Werkstätten, zum Beispiel eine Weberei, eine Tischlerei, eine Werkstatt für Metall oder eine für Keramik. Hier wurde viel experimentiert und entworfen. Die Verbindung von Kunst und Handwerk war etwas ganz Neues und Ungewöhnliches.

Stahl, Glas und Beton

Die neuen Ideen des Bauhauses haben bis heute Spuren hinterlassen. Die Architekten führten zum Beispiel neue Baustoffe ein: Stahl, Glas und Beton. Häuser sahen sehr kantig aus, die Formen auch vieler anderer Produkte waren sehr schlicht.

Die Designer entwarfen moderne Dinge für den Alltag, die in Zusammenarbeit mit der Industrie hergestellt werden konnten. Das waren zum Beispiel Möbelstücke aus Stahlrohr oder Lampen mit Glühbirnen, aber ohne Lampenschirm.

In der Kunst zählten Paul Klee und Wassily Kandinsky zu den Bauhaus-Anhängern. In ihren Bildern entdeckt man abstrakte Formen und geometrische Figuren. Die Beziehungen von Linien, Flächen und Farben waren sehr wichtig für sie.

Weiter ging es in den USA

Alle Ideen waren für die damalige Zeit umwälzend, es war ein echter Aufbruch in die Moderne. Den Bauhaus-Stil fanden aber nicht alle Menschen gut. Dazu gehörten die Nationalsozialisten, die in Deutschland immer stärker wurden und 1933 die Macht übernahmen. Sie erreichten, dass sich die Bauhaus-Schule nach 14 Jahren selbst auflöste. Die Mitglieder zogen vor allem in die USA und nach Tel Aviv im heutigen Israel. Dort lebten ihre Ideen und Erfindungen weiter.

Heute wirkt der Bauhaus-Stil immer noch so modern, als wäre er gerade erst erfunden worden. Zum 100-jährigen Jubiläum gibt es in diesem Jahr viele Ausstellungen. Im April eröffnet in Weimar ein neues Museum.

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