Maker Faire

Workshops von Kindern für Kinder

Elias zeigt einen Bibberich mit Batterie und Mini-Motor.

Foto: Morris Willner

Elias zeigt einen Bibberich mit Batterie und Mini-Motor.

Gesamtschüler aus Wülfrath bieten auf der Maker Faire in Dortmund spannende Workshops für Kinder an.

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„Schreiber brauchen Stifte. Schwätzer brauchen Publikum. Macher brauchen Material. Und zwar das richtige!“ So steht es auf einem Schild im Maker Space der Freien Aktiven Schule Wülfrath (FASW). Das gilt auch für Elias und Felix, die Anfang der Woche in dem Technik- und Werkraum über 100 Marmeladengläser gespült und poliert haben.

Aus den sauberen Gläsern werden am 10. und 11. März 2018 auf der Maker Faire in Dortmund Drehlampen. Wie das funktioniert, zeigen die Schüler selbst. Die FASW bietet Workshops von Kindern für Kinder an.

Zum dritten Mal dabei

Der Maker Space (deutsch: Macher-Bereich) der Gesamtschule erinnert ein bisschen an eine Werkstatt von Daniel Düsentrieb, dem genialen Erfinder aus den Donald Duck Comics. Hier können Schüler alles entdecken und ausprobieren, was mit Technik, Handwerk und Kunst zu tun hat.

Ein Raum sieht aus wie eine riesige Werkzeugkiste, so viele Zangen, Schraubenzieher und Sägen hängen an den Wänden. Nebenan ist ein Zimmer mit Computern und mehreren 3-D-Druckern. Im Flur steht ein Lasercutter, ein Gerät, das Holz mit einem Laserstrahl zersägt.

Die Schule ist zum dritten Mal bei der Maker Faire in Dortmund dabei. Das ist ein Treffen für alle, die sich für Technik und kreative Ideen interessieren. So ein Workshop-Wochenende will gut vorbereitet sein. Da müssen nicht nur Marmeladengläser gespült, sondern auch alle Teile für die Drehlampen zusammengesucht werden. „Batterien, Batteriehalter, Klebeband, Drähte, Birne“, zählt Elias auf. Alles da.

In einem weiteren Workshop lernen Besucher den Eggbot kennen. Der Roboter bemalt Eier mit Schnörkeln oder Schrift, je nachdem was am Laptop eingegeben wird. Der 13-jährige Oskar kennt sich mit dem Eggbot aus: „Das Wichtigste ist, das Ei nicht kaputt zu machen und den Stift mittig auszurichten.“

Zappelnde Figuren

Damit in Dortmund viele Kinder ein Ei mit ihrem Namen beschriften können, haben die Jungen und Mädchen von Lehrer Mathias Wunderlich den Auftrag bekommen, viele ausgeblasene Eier mitzubringen. Etwa 200 sind es geworden.

Außerdem bringen die Schüler Material für 400 Bibberiche mit nach Dortmund. Die Idee für die zappelnden, batteriebetriebenen Figuren stammt aus Holland. Mathias Wunderlich hat sie an die Gesamtschule geholt und inzwischen sind sie auch auf der Maker Faire ein Hit: „Unsere Schüler geben nur Hilfe, wenn es nötig ist. Die Besucher sollen selbst herausfinden, wie man die Bibberiche zusammenbaut.“

Das klappt gut. Die Schüler haben durch ihre Maker-Erfahrung einiges an Selbstvertrauen gewonnen. Mathias Wunderlich sagt: „Die schaffen es teilweise sogar, Eltern zu sagen ‚Lassen Sie Ihr Kind doch mal alleine machen.‘“

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