Ende des Bergbaus

"Die Steinkohle": Film über den Urknall unserer Gesellschaft

Das Plakat zum Film: Die Steinkohle erklärt auf spannende Weise die Umbrüche, die mit der Industrialisierung einhergingen.

Das Plakat zum Film: Die Steinkohle erklärt auf spannende Weise die Umbrüche, die mit der Industrialisierung einhergingen.

Essen.   Mit der Schließung von Prosper Haniel endet eine Epoche. Der Film macht anschaulich klar, wie sehr die Steinkohle Europas Geschichte geprägt hat.

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Eine Epoche geht zu Ende - diesen Satz hört man in diesen Tagen oft, wenn es um die Schließung der letzten deutschen Steinkohle-Zeche Proper Haniel geht. Der Blick zurück ist häufig nostalgisch umflort. Aber wenn die Bergleute zum letzten Mal nach 155 Jahren Bergbau am Standort aus der Zeche Prosper-Haniel ausfahren, ist das tatsächlich der vorläufige Schlusspunkt einer Entwicklung, die Europa über 250 Jahre lang komplett umgewälzt hat. Denn Steinkohle ist viel mehr als ein Brennstoff. Der Beginnn der Kohleförderung markiert den Beginn der Moderne, der Startschuss der Industrialisierung mit allen Folgen.

Sehen Sie hier exklusiv den Trailer zum Film:

Trailer zur Doku "Die Steinkohle"

Der Film "Die Steinkohle" , der am 4. und 5. Dezember in ARTE gezeigt wirde, erklärt erstmalig aus europäischer Perspektive, welchen enormen Einfluss Steinkohle auf Gesellschaften, Menschen, Zeitläufe und Landschaften hatte.

Aufschwung, Krise, Ewigkeitskosten - Rückblick und Ausblick

Die zweiteilige Dokumentation „Die Steinkohle“ (2 x 90 Min.), eine Koproduktion von BROADVIEW TV, ZDF und ARTE mit Unterstützung der Film- und Medienstiftung NRW, macht erlebbar, welche Gefahren und Herausforderungen die Menschen in den letzten 250 Jahren überwinden mussten, um das schwarze Gold zu Tage zu fördern und zeigt, wie eng die Steinkohle mit der kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung Deutschlands und Europas verbunden ist.

Von der Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn bis zur Urbanisierung ländlicher Regionen, vom Entstehen der Klassengesellschaft bis zum Aufkommen der Gewerkschaften, von zwei Weltkriegen über das Wirtschaftswunder bis zur Geburtsstunde der europäischen Einigung – spannend, emotional und überraschend veranschaulicht „Die Steinkohle“, wie sich die deutsche und europäische Geschichte im Kohlebergbau widerspiegelt - oder die Steinkohle den Ausschlag für diese Veränderung gab.

Die Dokumentation gibt außerdem einen Ausblick auf die Zukunft, in der das Erbe der Steinkohle auch nach dem Ende der Förderung neue Chancen schafft und eine im wahrsten Sinne ewige Aufgabe bleibt.

Im TV zu sehen, in der Zeitung als Beileger - im Portal abrufbar

Zu Wort kommen Bergleute, Historiker und Vertreter aus Politik und Industrie. Der Kommentar der Dokumentation wird von Jörg Hartmann gesprochen, Regie führen die preisgekrönten Autoren Jobst Knigge (u.a. „Drei Leben: Axel Springer“) und Manfred Oldenburg (u.a. „Deutsche Dynastien: Die Thyssens“, „Das Wunder von Bern – Die wahre Geschichte“). Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch.

ARTE zeigt den Zweiteiler „Die Steinkohle“ (2 x 90 Min.) am Dienstag 4.12. und Mittwoch 5.12. jeweils um 20.15 Uhr. Im ZDF wird eine 90minütige Fassung am 19. Dezember gesendet. Und am 21. Dezember wird der Film als DVD der WAZ beiliegen, zudem wird er in unseren Online-Portalen als Streaming-Video für die Nutzer zu sehen sein. (red)

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