Pionier des Kinos

Walter Greth ist tot

Foto: WR

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Der Mann, der wirklich hautnah dabei war, als in Plettenberg die Bilder laufen lernten, lebt nicht mehr: Wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag ist Walter Greth verstorben.

Von Vater Heinrich erbte Walter Greth dessen Leidenschaft fürs Kino und übernahm bereits mit 18 Jahren die Leitung des „Weidenhof”-Kinos. In Ehefrau Margret fand er eine begeisterte und unermüdliche Mitstreiterin, die das Lichtspielhaus nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst allein weiterführte. In den „goldenen” 1950er und 1960er Jahren, bevor Fernsehen und Video dem Kulturangebot Kino schwer zu schaffen machten, führten Greths im „Weidenhof” gleich drei Säle, erhielten von den Fachverbänden zahlreiche Auszeichnungen für ihr Engagement – und jeden Abend viele Worte der Wertschätzung für ihre nicht immer einfache, aber trotzdem mit grenzenloser Liebe geleistete Arbeit.

Nach dem Tod von Ehefrau Margret vor sieben Jahren zog sich Walter Greth zusehends aus dem beruflichen und gesellschaftlichen Leben zurück, gab den „Weidenhof” auf und wurde „Privatier” in Böddinghausen – stets zu einem Schwätzchen über die guten alten Kinozeiten aufgelegt, als eine „Pretty Woman” ein Jahr lang über Plettenbergs Leinwände flimmerte.

Die Trauerfeier für Walter Greth beginnt Montag, 14 Uhr, Kapelle Hirtenböhl.

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