Verantwortung hat längst eine andere Firma

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Lünen. (os) Um den Sender Düzgün-TV rumohrt es nun auch aus einer ganz anderen Ecke: Derzeit läuft ein so genanntes Insolvenzeröffnungsverfahren gegen die ehemalige Betreiberfirma. Den Sendebetrieb haben inzwischen Dritte übernommen.

Das bestätigte gestern die vorläufige Insolvenzverwalterin Dr. Sabine Aldermann im Gespräch mit unserer Zeitung. Bereits in der vergangenen Woche war sie zu einem ersten Erörterungstermin in Lünen vor Ort und sprach bei dieser Gelegenheit mit den externen Beratern, die jetzt die Fäden in der Hand halten. Um von einer Insolvenz zu reden, ist es aber noch zu früh. Im derzeitigen Verfahren muss zunächst ermittelt werden, ob eine Abwicklung über ein Insolvenzverfahren überhaupt möglich ist oder mangels Masse erst gar nicht zustande kommen kann. Die vier Festangestellten und zwei Teilzeitkräfte, die noch bei dem alten Unternehmen angestellt sind, müssen wohl gekündigt werden.

Für die Landesanstalt für Medien NRW war dieser Umstand gestern neu. Die Gültigkeit der Sendelizenz werde zumindest im Moment davon aber nicht berührt. Gesellschafterwechsel kämen bei Unternehmen immer wieder vor, sagt Peter Widlok, Sprecher der LfM. Wenn es allerdings zu einer Totalablösung gekommen sei, dann müsse das zumindest bei der LfM angezeigt werden, was nach seinen Informationen noch nicht geschehen sei. Angesichts aktueller Geschehnisse werde Düzgün-TV von der Landesanstalt derzeit genauer im Auge behalten - und es sei dort auch klar, dass es, so Widlok, "enge Verwebungen des Senders mit anderen Unternehmen in Lünen" gebe.

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