Ausstellung in den Museen

Stille Landschaften zwischen Realität und Fiktion

Foto: WR

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Rudolf Kaschke schuf wildromantische Ansichten aus dem Sauerland, Michael Reisch dagegen zeigt uns eine komplette Illusion. „Stille Landschaften” ist die Ausstellung unterschieben, die am Sonntag, 15. Juni, um 11 Uhr in den Museen eröffnet wird.

Die Ausstellung schlägt einen Bogen von der Landschaftsdarstellung des Jahres 1870 bis heute – mit unterschiedlichen Medien. Im Museumstrakt sind Landschaften des bekannten Malers Rudolf Kaschke zu sehen. „Wir haben die Arbeiten Kaschkes den Bildern anderen Landschaftsmalern gegenüber gestellt”, sagte Michaela Ernst in den Museen.

Sie stellte zusammen mit Dr. Susanne Conzen und Galerieleiterin Hilke Gesine Möller sowie Hartmut Waldminghaus, Stefan Frenz, Dr. Dietmar Simon und Dieter Lohmann vom Geschichts- und Heimatverein das „Paket” vor. Die Idee zur Kaschke-Ausstellung hatte Georg Richert, der den Maler noch persönlich kannte.

Kaschke 1879 geboren

Kaschke wurde 1879 in Niederschlesien geboren. Nach einer Malerlehre wechselte er 1897 an die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Köln. 1902 heiratete er Helene Orth und ein Jahr später siedelte die Familie nach Lüdenscheid über. Kaschke eröffnete ein eigenes Malergeschäft und seine Frau kümmerte sich neben ihrer Arbeit als Hebamme um die fünf Kinder Wilhelm, Johanna, Rudolf, Helene und Käthe.

In den 20er Jahren fanden erste Ausstellungen mit den Arbeiten Kaschkes statt. In Lüdenscheid waren beispielsweise Ausstellungen zum 70. und 80. Geburtstag des Künstlers statt. Kaschke starb am 3. Juli 1965 im Alter von 86 Jahren. Im Galerietrakt sind dagegen Fotografien und Videokunst zu sehen, ausgehend von Albert Renger-Patzsch (1897 – 1966) und August Sander (1876 – 1964). Die zeitgenössischen Landschaftsfotografien der Ausstellung stammen von In Ho Baik, Daniel Gustav Cramer, Elger Esser. Jitka Hanzlová, Michael Klöpfer, Elmar Mauch, Julian Opie, Michael Reisch, Michael Schnabel, Mette Tronvoll und Michael Wesely. Bis auf die von Michael Reisch sind alle Motive real. Der Düsseldorfer hat eine fiktionale Fantasiewelt eröffnet, wo nur auf den ersten Blick alles seltsam vertraut wirkt. Doch auf allen Bildern – ob Kaschke, Renger-Patzsch oder Reisch– wird man Menschen vergebens suchen.

Zwei Kataloge

Die Ausstellung „Stille Landschaften” wird am 15. Juni um 11 Uhr in den Museen eröffnet und ist bis zum 26. Oktober zu sehen. Der Eintritt kostet 3 Euro für Erwachsene (gemäßigt 1,50 Euro). Die Familienkarte kostet 6 Euro. Zu der Ausstellung sind zwei Kataloge erschienen, die in den Museen erhältlich sind. Weitere Informationen unter http://www.stillelandschaften.de/

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