Sparkasse Menden finanziell am Ende

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Menden. Die Sparkasse Menden ist am Ende: Verluste in Höhe von mehr als 44 Millionen Euro in diesem und dem vergangenen Jahr zwingen das Geldinstitut in die Knie.

Da die Zentrale bereits verkauft wurde und sämtliche Reserven aufgebraucht sind, scheint die Fusion mit einer anderen Sparkasse der einzige Ausweg, um das Institut zu retten.

Bereits seit einiger Zeit versucht Sparkassenchef Michael Düppmann, dafür im Umkreis einen Partner zu finden. Bislang vergeblich. Nach Informationen unserer Zeitung haben sowohl die Sparkassen in Unna als auch in Dortmund kein Interesse an einer Fusion oder Übernahme. Da sich auch die Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis skeptisch zeigen, konzentriert sich die Hoffnung der Mendener nun auf Arnsberg, Hagen und Iserlohn. Von dort ist derzeit keine eindeutige Aussage zu einer Fusion zu bekommen.

»Macht das überhaupt Sinn?«

Man müsse sich die Frage stellen: „Macht das überhaupt Sinn?”, begründet der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Sparkassen, Robert Lützenkirchen, sein Zögern. Sollte sich kein Partner finden, schließt er nicht aus, dass der Sparkassenverband in Münster die Sparkasse zunächst saniert und dann in kommunale Trägerschaft zurückführt. Der ursprüngliche Plan der Stadt Menden, zur Stärkung der Eigenkapitalbasis Genussscheine in Höhe von zwölf Millionen Euro auszugeben und diese dann selbst zu kaufen, würde wohl am Einspruch der Kommunalaufsicht scheitern.

Unklar ist noch der genaue Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten. So wurde die Sparkasse nicht nur Opfer von mehr als 200 betrügerischen Baufinanzierungen, sondern verkalkulierte sich auch beim Projekt Hönne-Insel und vergab offenbar Firmenkredite ohne ausreichende Absicherung. Gesichert sind hingegen die Einlagen der Kunden, für die der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband bürgt.

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