32 Jahre lang an der evangelischen Christuskirchengemeinde tätig – Arbeit „mit Kraft und Liebe”

Ruhestand der einst jüngsten Pastorin

Foto: Ingrid Weiland

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32 Jahre lang war Pfarrerin Bärbel Wilde in der Christuskirchengemeinde tätig. Während dieses langen Zeitraums hat sie unzählige Familien in Freud' und Leid begleitet. Am 1. November geht sie in den vorzeitigen Ruhestand.

Bärbel Wilde wurde in Bocholt geboren, ist in Lüdenscheid aufgewachsen. Nach dem Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium studierte sie Evangelische Theologie in Münster, Erlangen, Tübingen und Birmingham. Ihre Studienzeit verkürzte sich dadurch, dass sie während ihrer Schulzeit an dem Hebräisch-Unterricht teilgenommen hatte, den Pfarrer Heinrich Schönenberg Schülern der Staberger Gymnasien erteilte. Ihr Vikariat absolvierte sie unter Pfarrer Paul Deitenbeck in der Kreuzkirchengemeinde.

Als „jüngste Pastorin Westfalens" trat sie am 1. Oktober 1976 mit 26 Jahren ihren Dienst in der Christuskirche an. und zwar zunächst als Pastorin im Hilfsdienst, deren Aufgabe es war, die durch den Tod von Pfarrer Dr. Walter Theodor Cleve entstandene Vakanz zu überbrücken. Im Februar 1977 wurde sie dann in ihre Pfarrstelle eingeführt.

„Ich habe meine Arbeit mit ganzer Kraft und mit großer Liebe zur Gemeinde getan", erklärt sie im Rückblick auf die vielen vergangenen Jahre. Wichtig war es ihr vor allem, „für alle Menschen - auch für der Kirche fern stehende - da zu sein, ihnen freundlich zu begegnen und sie zum christlichen Glauben einzuladen".

Vom Beschluss der Synode der Westfälischen Landeskirche, der es Pfarrerinnen und Pfarrern ermöglicht, mit 58 Jahren in den Vorruhestand zu gehen, macht sie Gebrauch, weil sie ihre Stelle für Pfarrer Sebastian Schultz frei machen wollte. Doch bis jetzt ist es ungewiss, ob bzw. wann diese wieder besetzt wird. Dem Presbyterium ist sie sehr dankbar dafür, dass es ihr die Freiheit gewährte, auch übergemeindliche Aufgaben wahrzunehmen: evangelistische Dienste, Aufgaben in den Bereichen der überregionalen Frauenarbeit und in der Medienarbeit. Besonders am Herzen lagen ihr während ihrer Amtszeit auch das Miteinander in der Evangelischen Allianz und in der Ökumene, die Beziehung zur katholischen Nachbargemeinde Maria Königin.

Da sie ihre Stelle nicht aus „Amtsmüdigkeit" niederlegt, will sie sich weiterhin vor Ort in die Gemeinde und in die kirchliche Arbeit einbringen. Was ihre überregionalen Aufgaben anbetrifft, so wird sie der EKD-Synode (dem Leitungsteam der Evangelischen Kirche in Deutschland) angehören und mehr Vortragsdienste annehmen. Überdies gehört sie dem Präsidium des Hilfswerks „World Vision" an. Auch als Autorin wird sie weiterhin tätig sein.

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