Eventuell Versteigerung

Resteverwertung im Freizeitbad

Foto: WR

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Massen. Kehraus im Freizeitbad. Seit Sonntag hat auch der Saunabereich seinen Betrieb eingestellt, und damit ist jetzt das komplette Bad geschlossen. Zurück bleibt neben leeren Becken und Fluren noch brauchbares Inventar wie die vielen Spinde in den Umkleiden.

„Die sicher noch gut an anderer Stelle zu verwenden sind”, sagt Georg Nocolaiciuc von den Stadtwerken. „Wir haben aus diesem Grund die Fördervereine Hellweg Bad, Bornekampbad und Hellwegschwimmbad informiert, ob sie nicht Einrichtungsgegenstände gebrauchen können.”

Techniker der Stadtwerke sind zurzeit für Abschlussarbeiten im Bad tätig. Im Auftrag der Wirtschaftsbetriebe Unna, die die Schlüsselgewalt über das Areal übernommen haben. Nach dem 15. März soll darüber entschieden werden, ob auch die breite Öffentlichkeit per Versteigerung oder Verkauf in die Resteverwertung einbezogen wird. Auch die Saunen samt der Öfen könnten dann den Besitzer wechseln. Bis zum Monatswechsel hatte der SportService der Stadt die Regie über das Freizeitbad. „Wir haben am Sonntag die abschließenden Arbeiten getätigt”, informiert Leiter Ulrich Seliger. Die komplette Maschinentechnik wie die Chloranlage wurde herunter gefahren und der gesamte Gebäudebereich grundgereinigt. Die Kassenautomaten sind geleert und vom Netz genommen, sie werden eingemottet, als Ersatzteillager für die baugleichen Geräte in der Eis- und Schwimmhalle. Hierhin soll zudem Mobiliar wie Liegen, Tische und Stühle umziehen.

Mit dem Aus des Freizeitbades haben auch 23 hier Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. „Mit dem Ziel, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen, werden diese Männer und Frauen in anderen städtischen Bereichen eingesetzt”, sagt Stadtsprecher Uwe Hasche – als Reinigungskräfte oder für Hausmeistertätigkeiten in Schulen und Verwaltungsgebäuden. Fünf der Freizeitbad Mitarbeiter erhalten eine besondere Aus- und Fortbildung: Sie sollen für den Ordnungsdienst auf Streife gehen.

Die Ex-Badbeschäftigten jetzt in den Personalbestand der Stadt zu integrieren, erleichtert sicher nicht die noch zu erledigende Aufgabe, die die Kommunalaufsicht der Stadt im Rahmen der Haushaltssicherung vorgegeben hat: 37 Stellen im Personalbestand bis 2014 einzusparen.

Apropos sparen: Freizeitbad-Bonuscard–Inhaber, die nicht die Schwimmsporthalle nutzen möchten, haben die Möglichkeit, sich ihr Guthaben (auch Einzeleintrittskarten) auszahlen zu lassen: Die gültigen Karten mit Kontoverbindung dazu dem SportServiceUnna, Schillerstraße 18, 59423 Unna, zusenden.

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