Märkisches Stipendium für Literatur 2009

Preisträger: Finn-Ole Heinrich

Foto: Salzmann, Jakob

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Lüdenscheid. Die Würfel sind gefallen. Der Preisträger steht fest: Finn-Ole Heinrich (Jahrgang 1982), in Cuxhaven geboren und heute zwischen Hamburg und Hannover zu Hause, erhält das Märkische Stipendium für Literatur 2009.

Im Rahmen einer öffentlichen Lesung, zu der die Jury der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) im Vorfeld drei junge Autoren ihrer engsten Wahl eingeladen hatte, fiel gestern in der Lüdenscheider Stadtbücherei die Entscheidung zugunsten des Jüngsten in der Runde. Mit der berührenden Geschichte einer Amputation und Auszügen aus seinem Debütroman „Räuberhände”, der von der Suche nach der eigenen Identität und dem, was Freundschaft ausmacht, erzählt, überzeugte der auch anderweitig hoch dekorierte Schriftsteller Jury und Zuhörerschaft.

Sowohl das Publikum, das mit einer Stimme an der Entscheidung beteiligt war, wie die Juroren sprachen sich bei der Vergabe des Stipendiums mehrheitlich für den Norddeutschen, der gerade sein Filmregie- und Drehbuch-Studium in Hannover abgeschlossen hat, aus. Thema, Sprache und Präsentation waren aus einem Guss. Als Experten standen der MKK die Germanistin Kati Holm-Peters, Stadtbücherei-Leiterin Franziska Altenpohl, Professor Dr. Klaus Vondung (Siegen), Wolfgang Leonhardt und Barbara Langos, Geschäftsführerin des Kulturrings Altena, zur Verfügung. In der Sparte Prosa vergab die Märkische Kulturkonferenz ihren mit 12 000 Euro dotierten Literaturpreis. Dankbar zeigte sich Klaus Crummenerl, Vorsitzender der MKK, dass die Sponsoren nunmehr bereits im 31. Jahr „bei der Stange geblieben sind”. Gemeinsam mit dem Preisträger stellten sich Thomas Pletzinger und Kirsten Fuchs mit ihren neuesten Werken Jury und Publikum vor. Dabei nahm Pletzinger (Jahrgang 1975), in Münster geboren und in Hagen aufgewachsen, in Auszügen aus seinem Debütroman „Bestattung eines Hundes” auf persönliche Weise ins New York des Jahres 2001 mit, als die Angriffe auf das World Trade die Welt erschütterten.

Ferner ließ auch er ins Krankenzimmer eines Mannes, der kurz vor der Amputation eines Beines steht und sein Leben Revue passieren lässt, blicken. „Heile, heile"” hieß der Roman, mit dem sich Kirsten Fuchs, 1977 in Karl-Marx-Stadt geboren, vorstellte. Anschaulich und sprachlich gewandt führte sie durch ihr Buch, das von Liebe, Freundschaft und dem Umgang mit einer tödlichen Krankheit erzählt.

Sehr nahe kamen ihre Figuren, die innerste Gefühle offenbarten. Sein Stipendium erhält Finn-Ole Heinrich gemeinsam mit den Stipendiaten in der Sparte Musik und Bildende Kunst am 23. November (11 Uhr) auf der Burg Holtzbrinck in Altena. Die Stipendiaten 2008, deren MKK-Jahr dem Ende zugeht, finden sich am 19. November (20 Uhr) zum Hausbesuch in der Stadtbücherei ein.

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