Fußball

„Ohne ihn SSV nur ein Viertel so viel“

Glückwünsche von BVB-Geschäftsführer "Acki" Watzke (li.) an Geburtstagskind Franz Kampmann. Mit dabei Bruder Heinrich Kampmann und Ortsvorsteher Paul Raupach.

Glückwünsche von BVB-Geschäftsführer "Acki" Watzke (li.) an Geburtstagskind Franz Kampmann. Mit dabei Bruder Heinrich Kampmann und Ortsvorsteher Paul Raupach.

Foto: ecki

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Telefon im Haus Kampmann klingelte gestern Vormittag ununterbrochen. Der Anlass ist bekannt: Franz Kampmann, der Ehrenvorsitzende des Fußball-Landesligisten SSV Mühlhausen-Uelzen, wurde 80 Jahre alt. „Das ist jetzt schon der 52. Anruf“, führte das „Geburtstagskind“ Strichliste und schmunzelte, „bis abends werden es wohl mehr als 100 sein.“ Die Dauertelefonate hinderten ihn ein wenig daran, so sehr er sich auch darüber freute, mit seinen zahlreich versammelten Gästen zu plaudern, insbesondere mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Der hat es sich trotz seines engen Terminkalenders nicht nehmen lassen, seinem „Freund Franz“ höchstpersönlich zu gratulieren. „Der Franz ist ein echter Westfale“, seine Laudatio, „er ist offen, ehrlich und trägt sein Herz auf der Zunge.“ Und weiter: „Ohne ihn wäre der SSV wohl nur ein Viertel so viel wert. Ich weiß das zu werten.“

Kennen gelernt haben sich die beiden 1999 im türkischen Belek. Franz Kampmann logierte dort mit Geschäftsfreunden, „Acki“ Watzke war mit Borussia Dortmund vor Ort. An der Hoteltheke hatte man sich gemustert, ohne aber ins Gespräch zu kommen. Einige Tage später gastierte der SSV bei RW Erlinghausen, dem Stammverein von Watzke . Dort traf man sich wieder - und kam sich näher. Seitdem ist der Kontakt nie abgerissen, mittlerweile sind sie Freunde geworden. Man telefoniert, man trifft sich, sieht sich meistens zu den BVB-Spielen im Signal-Iduna-Park. Franz Kampmann ist bekennender Borussen-Fan, Dauerkarten-Inhaber. Er hatte von Anfang an eine hohe Meinung von „Acki“ Watzke. „Der richtige Mann für den BVB“, wusste er das vor Jahren schon, „ich habe Recht behalten.“

In den letzten Monaten war Funkstille zwischen beiden. Der Grund ist bekannt: Franz Kampmann lag im Krankenhaus, wurde mehrmals operiert, musste eine schlimme Zeit überstehen, wie er selbst auch einräumte. Vergessen hatte ihn der BVB-Geschäftsführer aber nicht. Als der SSV vor wenigen Wochen zu Gast in Marsberg war, praktisch bei Watzke vor der Haustür, da kam er ins Stadion und wollte Franz treffen. Von Bruder Heinrich Kampmann musste er dann bestürzt zur Kenntnis nehmen, dass er im Krankenhaus lag. Jetzt zum 80. Geburtstag war es für ihn geradezu eine Verpflichtung, „meinen Freund Franz“ persönlich zu beglückwünschen.

Natürlich musste Hans-Jochim Watzke Kampmann und seinen Gästen vom BVB erzählen. „Wir haben eine gute Chance Meister zu werden“ tat er kund, „und überall wo ich hinkomme, höre ich immer, dass wir tollen Fußball spielen.“ Franz nickt zustimmend - auch Medizin für seine weitere Genesung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben