SPD Selm nominiert Stadtverbandsvorsitzenden einstimmig als Bürgermeisterkandidaten

„Mario Löhr ist ein Kümmerer”

Foto: Kopitzki

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die SPD Selm schickt Mario Löhr ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Am Samstag nominierten ihn die Delegierten des Stadtverbandes einstimmig zu ihrem Kandidaten.

Was nicht weiter verwundert, galt der 37-Jährige parteiintern schon lange als die Nummer Eins. „Er ist Selmer, er ist Bürger und er geht zu den Bürgern hin, er ist es, der viele Ortsvereine zu einer Geschlossenheit zusammenbrachte”, sagte Wahlkampfleiter Udo Holz. Einige Prominente waren zur Versammlung erschienen, darunter der Bundestagsabgeordnete Dieter Wiefelspütz und Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer. „Hier und heute ist der richtige Ausgangspunkt, um die Weichen zu stellen”, so Schmeltzer. Die SPD spreche die deutliche Sprache der SPD-Landeschefin Hannelore Kraft. Löhr sei der Richtige: „Er ist ehrlich, er ist bürgernah - und er ist ein Kümmerer”, sagte er. Letzteres betonte er: „Endlich haben die Bürger eine Chance, sich einen Kümmerer ins Amt zu wählen.” Es sei ein Amt, bei dem man nicht nach 40 Stunden in der Woche alles nieder legen könne, sagte Wiefelspütz, der Löhr ebenfalls in höchsten Tönen lobte. „Was mich an ihm beeindruckt, ist, dass er tiefe Wurzeln in Selm hat, dass er sich mit der Stadt identifiziert und dass er mit Leidenschaft Volksvertreter ist - und ich bin überzeugt, dass wir mit ihm den richtigen Mann haben.” Dann kam die Hauptperson selbst auf die Bühne. „Ich bin heute ein glücklicher Mensch”, sagte er. 100 Prozent der Stimmen zu erhalten, das sei ihm bislang nur im Ortsverein geglückt. „Es zeigt, dass in der Partei eine große Masse hinter mir steht - das tut gut”, ergänzte er und bedankte sich bei allen Genossen, allen Helfern. Dann ging er auf die Situation in Selm ein, einer Stadt, die in tiefer finanzieller Krise steckt. „All die Probleme zu bewältigen, würde auch die SPD nicht alleine schaffen - auch nicht die CDU oder die Linken, niemand.”

BürgerlichesEngagement alsRettung fürs Freibad

Nur gemeinsam könne man die Probleme anpacken, so Löhrs Appell. Die SPD habe der Haushaltskonsolidierung zugestimmt - und dazu werde er auch stehen. Aber es gebe „Möglichkeiten, das Schlimmste abzuwenden”. Als Beispiel für eine Rettungsaktion nannte er „Aida”: Das beliebte Marktcafe´ des Arbeitskreises in der Altenarbeit sollte Einsparungen zum Opfer fallen. Eigentlich. „Aber ab September sind die Türen jetzt wieder offen”, erzählt er. Dank der vielen Gespräche mit Bürgern und Verwaltung. Ähnlich könne es beim Freibad sein. Finanziell nicht mehr tragbar, könne bürgerliches Engagement seine Rettung sein, so Löhr. Er ging auf die letzten Jahre ein, erzählte, wie er sich einst mit den Genossen auf den Selmer Karneval vorbereitete, wie sie Ansprechpartner auch für die Wirtschaft wurden, wie die Zielvorstellung wuchs: „Wir wollen gestalten, was die Bürger hier wollen.” Dann sprach er von seinen Zukunftsvisionen, die bis 2015 realisierbar seien: Von der Ersatzstraße Buddenberg, von belebten Innenstädten in Selm und Bork, von Zebrastreifen in Cappenberg, die den Schulweg für Kinder sicherer machen sollen. Löhr ist Kaufmännischer Leiter bei Remondis, verheiratet, und hat einen Sohn (9). In Werne geboren, lebt er seit 2001 in Selm, der SPD gehört er seit 1998 an. Der Bürgermeisterkandidat ist Vorsitzender des Ortsvereins Selm, des Stadtverbandes sowie der Fraktion.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben