Gastronomie

Kein Koch und trotzdem 30 Jahre Erfolg im Lokal

Inhaber Horst Fahrer (2.v.r.), Küchenchef Elmar Becker (l.) und Gast-Koch Gerhard Besler (m.) gehören am Freitag zumKern-Team des Stockey.

Inhaber Horst Fahrer (2.v.r.), Küchenchef Elmar Becker (l.) und Gast-Koch Gerhard Besler (m.) gehören am Freitag zumKern-Team des Stockey.

Foto: WR

Lünen.   Restaurant Stockey feiert sein Bestehen mit viertägigem Fest – Gestern Start mit spanischem Abend

Geht das? Erfolgreich ein Restaurant leiten – als gelernter Polsterer und Dekorateur, ohne Ausbildung als Koch? Das geht sehr gut, wenn man Horst Fahrer Glauben schenkt. Fahrer ist der Inhaber des Restaurants Stockey (Dortmunder Straße). Sein Lokal brummt, wie man so schön sagt. Kein Wunder. Schließlich hat er am gestrigen Freitag alles aufgefahren, was Küche und Großmarkt zu bieten haben. Seit 30 Jahren schon betreibt er das Stockey, und deshalb feiert er sich, seine Mitarbeiter und vor allem seine Gäste ganze vier Tage lang.

Gestern ging’s los mit einem spanischen Abend. Paella aus Riesenpfannen satt, dazu eine Live-Band und Bruschetta. Moment, Bruschetta? Ist das nicht italienisch? Ist es, aber es geht Fahrer gar nicht um Sortenreinheit, sondern um das Wohl des Gastes. Und dem schmeckt eben Bruschetta. Das ist allerdings noch nicht lange so. Das Team vom Stockey kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, in der sich die Vorlieben des Gastes aber auch verändert haben. „Vor gut sechs Jahren hat das Kneipensterben so richtig angefangen“, sagt zum Beispiel Gerhard Besler, der als Gast-Koch am Freitag aushilft. „Der Roggenmarkt zum Beispiel, oder die Krone.“ Küchenchef Elmar Becke ergänzt: „Bier und Korn in der Eckkneipe, das war einmal, das gibt es kaum mehr.“ Dafür kommen umso mehr Leute ins Stockey, das laut Auskunft der Mitarbeiter auch weit über Lünen hinaus Gäste anzieht – aus Bad Driburg, Höxter oder Hagen.

Am Freitag waren rund 25 Mitarbeiter beschäftigt, die Küche rechnete mit rund 275 Gästen. Alle kommen vor allem wegen des spanischen Abends. Wegen der Paella von Gerhard Besler. Er verrät unserer Zeitung sogar sein Paella-Geheimtipp: „Den Reis nicht in Wasser, sondern in Gemüsefonds kochen. Und mit echtem Safran würzen, nicht mit Kurkuma.“

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