Politik noch nicht offiziell informiert

Hundertfache Reaktion auf die Plastik-Esel

Foto: Wolfgang Hübner

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Ja und Nein, Jein und wenn, dann auf Probe und Zeit... Die Politik tut sich schwer mit der „Eselei in Unna”, soll aber nichtsdestotrotz am kommenden Donnerstag entscheiden, was offenbar aber schon längst entschieden ist.

Nachdem unsere Zeitung bereits in der Wochenendausgabe darüber berichtet hat, dass „honorige Bürger” (O-Ton des CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Göldner) beabsichtigen, in der Innenstadt von Unna „lebensgroße Kunst-Esel”, ähnlich den Nashörnern in Dortmund, den Elefanten in Hamm und anderen unkaputtbaren Kunstfaser-Imitaten aufstellen zu wollen, gab es in zig hunderten Reaktionen positive und vor allem negative Stimmen. Nunmehr hagelt es aber Proteste und Kritik gegen das forsche Vorgehen der Initiatoren, die bereits Standorte bestimmt und Termine festgezurrt haben. Und das bevor die Politik überhaupt entschieden hat, geschweige denn informiert worden ist. „Bis dato liegt noch nichts Schriftliches vor”, erklärte auf Anfrage Klaus Göldner. Deshalb konnte er auch noch nicht wissen, dass die Stadt für den Eselauftrieb Grundstücke in 1 a-Lage hergeben soll. Eine abschließende Meinung in der CDU-Fraktion gebe es noch nicht.

Ebenso wenig wie bei den Grünen: „Wir müssen uns noch abschließend beraten”, sagt Stephanie Schmidt, Bürmermeisterkandidatin der GAL. Sie selbst findet die Skulpturen eher kitschig und sie hätten in der Innenstadt nichts verloren. Auch Ehemann Thomas, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, finde die Tiere kitschig. So etwas brauche Unna nicht. Parteichef Albert Hartmann beurteile die Plastiken als gar nicht so schlecht, teilte Steffi Schmidt mit. Für die Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Donnerstag, in der die Esel Thema sein werden, wolle man sich aber auf alle Fälle positionieren.

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