Flachskamp war eine karge Wüstenei

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Alstedde. (fsk) Am 8. März feiert die Siedlergemeinschaft Flachskamp ihren 30. Geburtstag mit einem Jubiläums-Kaffeetrinken für alle Mitglieder im Coldinne Stift. ...

... Grund genug für einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der Siedlergemeinschaft und der Alstedder Siedlung.

"Die Erde war wüst und leer", #1#20 überschreibt der langjährige Schriftführer der Flachskamp-Siedler, Franz Nieländer, seine Erinnerungen an die Anfangsjahre der Siedlung. Bevor im Jahr 1972 die Bauvorbereitungen durch die Firma Kesting begannen, erstreckte sich karges Wiesenland von der Landwehr bis zur Bahnlinie im Osten. Als dann der Mutterboden abgeschoben war und der darunter befindliche Fließsand zum Vorschein kam, konnten sich die ersten Bauherren auch mit viel Phantasie kaum vorstellen, dass hier einmal die "Beste Siedlung" Lünens entstehen sollte.

Mit diesem Titel wurde die Flachskamp-Siedlung zwischen 1984 und 1996 gleich fünf Mal ausgezeichnet. Doch noch war es nicht soweit: 1973 entstanden die ersten Häuser und in der Bauphase entwickelte sich unter den ersten Siedlern schnell ein Gemeinschaftsgefühl. Man half sich gegenseitig und machte sich oft gemeinsam "die Hände schmutzig".

Die Idee zur Gründung einer Siedlerorganisation hatte dann im Jahr 1979 Fritz Loll, selbst seit 1974 in der Siedlung zuhause. Am 8. März 1979 wurde die "Siedlergemeinschaft Flachskamp", zunächst als Interessengemeinschaft ohne Vereinsstatus, in der Gaststätte "Römer-Krug" an der Landwehr aus der Taufe gehoben. Fritz Loll wurde ihr 1. Vorsitzender und sollte die Geschicke der Siedlergemeinschaft 20 Jahre lang lenken. Unter der Regie des heutigen Ehrenvorsitzenden wurde sie 1987 in einen eingetragenen Verein umgewandelt.

1991 entstand das Siedlerhaus am Sachsenweg, 1984 war die Flachskamp-Siedlung die erste in Lünen, die verkabelt wurde.

Die Siedlergemeinschaft Flachskamp ist von den Anfängen bis heute stetig gewachsen und zählt zurzeit 93 Mitglieder. Das ist keine zufällige Entwicklung: "Man muss auf die Leute zugehen", sagt der 1. Vorsitzende Joachim Kirchhof, der die Siedlergemeinschaft seit zehn Jahren führt. Wenn Leute neu zuziehen, geht er mit einem Blumenstrauß vorbei und begrüßt sie im Namen der Siedlergemeinschaft.

Viele Neue werden auch bald Mitglieder Das kommt gut an und immer wieder treten die "Neuen" auch in die Siedlergemein-schaft ein. Gelegenheit, die anderen Siedler näher kennen zu lernen, bietet sich dann auf den jährlich stattfindenden Ausflügen, beim Neujahrskaffeetrinken oder auf dem Siedlerfest. Und auch den praktischen Nutzen haben Viele erkannt. So können sich die Mitglieder Party-Zelte, Bierzeltgarnituren, Heizpilze, verschiedene Gartengeräte und vieles mehr ausleihen.

Neben diesen traditionellen Hilfen bietet die Siedlergemeinschaft mit ihrer umfangreichen Homepage im Internet aber auch einen ganz modernen Service. Hier findet man nicht nur viele Informationen, Tipps und Links, man kann sogar in einem Siedlerkochbuch stöbern, in dem die Rezepte für die leckersten Gerichte und Kuchen der Mitglieder zu finden sind (www.siedlerbund.de/sg-flachskamp-ev/on6267).

Am kommenden Sonntag können die Flachskamp-Siedler auf den Tag genau auf 30 Jahre Siedlergemeinschaft zurückblicken. Das wird neben Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Sekt auch mit einigen kleinen Vorträgen der Vorstandsmitglieder Joachim Kirchhof, Heiko Teutenberg und Gerd Molitor gefeiert, die historische Fotos zeigen und das eine oder andere Döne-ken zum Besten geben werden.

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