Ippenbühren

Ein Wohnzimmer im Gepäck

Gestern wurde der Jugendkulturpreis NRW verliehen und auch die Mädels des Fotoprojektes „Wohnzimmer meiner Stadt“, dem in Verbindung mit dem Jugendkulturbüro und Christina Appelt ein Workshop und ein Wettbewerb voraus gingen, hatten sich beworben.

Gestern wurde der Jugendkulturpreis NRW verliehen und auch die Mädels des Fotoprojektes „Wohnzimmer meiner Stadt“, dem in Verbindung mit dem Jugendkulturbüro und Christina Appelt ein Workshop und ein Wettbewerb voraus gingen, hatten sich beworben.

Foto: WR

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Lüdenscheid/Ippenbüren Als sie nach Ibbenbüren fuhren, hatten Alina Nienhaus, Dania Menges, Kathrin Chodor und Jenny Wagner nicht nur reichlich Kameras und Fotos im Gepäck, sondern auch gleich ein ganzes Wohnzimmer. Gestern wurde der Jugendkulturpreis NRW verliehen und auch die Mädels des Fotoprojektes „Wohnzimmer meiner Stadt“, dem in Verbindung mit dem Jugendkulturbüro und Christina Appelt ein Workshop und ein Wettbewerb voraus gingen, hatten sich beworben. Genauso wie 220 weitere Projekte aus Nordrhein-Westfalen.

Bommel an der Stehlampe

Im Bürgerzentrum und im Berufskolleg in Ibbenbüren stellten alle Bewerber ihre Projekte aus, in Form von Live-Performance, Videos oder Stellwänden. Und so machten es sich viele der Besucher im Wohnzimmer der Gruppe gemütlich: Originalgetreu wie bei Oma Zuhause lagen Kissen mit Blumenornamenten in den Sesseln, die kleinen Bommel der Stehlampe schwangen in der Luft hin und her und im Hintergrund hangen die Bilder und Fotos, die die vier jungen Frauen in Lüdenscheid geschossen hatten. Und im Laufe des Tages kamen noch einige Fotos hinzu: Chillen oder Tee trinken, Klatschrunde oder Männerabend - jeder der wollte, wurde in Szene gesetzt und durfte sein Bild auch gleich mitnehmen.

Auf der Hinfahrt hatte es noch letzte Absprachen gegeben: „Wir wollten unser Potenzial ausnutzen“, erzählt Alina. „Also wollten wir nicht nur Fotos in unserer Abteilung machen, sondern auch die Umgebung mit einbeziehen.“ Und so entstanden Fotos auf dem Kreisverkehr, am Auto oder auf der Straße - eben an Orten, die zum ganz individuellen Wohnzimmer und Wohlfühlort werden können.

Christina Appelt und Julia Wilksen (Jugendkulturbüro) halten sich zurück. „Die Jugendlichen sollen das alles selbstständig machen.“ Das war auch ganz im Sinne der Veranstalter. Schließlich war ein Kriterium der Bewerbung, dass Jugendliche nicht nur mitgewirkt haben an den Projekten, sondern eigenverantwortlich daran mitgewirkt haben. Das Ergebnis der Lüdenscheider Gruppe kann sich sehen lassen. Sie zeigen Umherstehenden stolz ihren Fotoband und erklären die Intention des Wettbewerbes.

„Und, wie ist die Konkurrenz?“ fragen sie ab und an Besucher. Denn das Wohnzimmer bekommt so viele Besucher, dass die Teilnehmer kaum Zeit haben, den Finger vom Auslöser zu nehmen..

Gewonnen haben sie am Ende des Tages nichts. Auch die Jugendbildungsstätte des Märkischen Kreises, die sich mit dem Filmprojekt „Schule ist ein Schlachtfeld“ bewarb, geht leer aus. „Wir haben eigentlich nicht damit gerechnet, dass wir etwas gewinnen“, sagte Alina noch einige Stunden vorher. Doch ein bisschen schade ist es natürlich schon.

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