Helmut Rond führte einst das legendäre Schnapshaus

Der „Löwe” an alter Wirkungsstätte

Foto: WR

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Kamen. Der Löwe kehrt zurück. Helmut Rond alias „Der Löwe” hat schon Eric Clapton angesagt und im Hamburger Star-Club Platten aufgelegt. In den 70er Jahren betrieb er an der Weststraße „Omis Schnapshaus”. Zu seinen Dauergästen gehörte Gunter Gabriel. Nun plant er ein Musikrevival.

Irgendwie sei er da damals so hineingestolpert, erzählt Helmut Rond. Den Löwen sieht man ihm heute nicht mehr so richtig an. Doch den Spaß an der Musik hat er nicht verloren. Mit einer neuen Band aus alten Wegbegleitern und neuen Mitmusikern, darunter dem Kamener Gitaristen Matthias Schaaf, will er am 17. Oktober ab 21 Uhr im Unikum an alle Kamener Kultzeiten erinnern.

Tatsächlich können sich manche Mamener noch erinnern an Klavier und Billard-tisch und den roten Salon in Omis Schnapshaus. „Schnapshäuser” gab es damals und danach einige in der Region. Auch Helmut Rond war zunächst Partner in anderen Schnapshäusern zwischen Lünen und Hamm, eröffnete dann sein eigenes „Schnapshaus in Kamen.

Irgendwie habe das alles in die Zeit gepasst. Der Löwe schreckte vor nichts zurück, nahm sogar in der Kneipe eine LP auf mit Witzen und Musik. „Die war wirklich schrecklich schlecht”, lacht er heute. Damals aber sei im Schnapshaus immer etwas los gewesen. Und er selbst wusste seinen Gästen viel zu erzählen von eigenen Zusammentreffen mit Stars wie Hendrix und Clapton in Zeiten, als die noch keine unerreichbaren Mega-Stars waren.

„Irgendwann war die Zeit dafür vorbei”, erzählt Rond. Es seien andere Leute gekommnen. Für ihn passten Musik, Kneipe und er selbst nicht mehr zusammen. Es habe weitere Läden gleichen Namens aber ohne seine Beteiligung gegeben.

Er selbst stolperte wiederum ganz zufällig in eine ganz andere Szene hinein: Er wurde Tennis-Lehrer und blieb das 20 Jahre lang im von Boris Becker angeheizten Boom dieser Sportart.

Bis heute lebt er in Hamm. Und dort entstand auch die Revival-Idee. Weil ihn Zufälle begleiten will der Löwe auch diesmal einfach nur mal ausprobieren, ob sein Name und die Schnapshaus-Geschichte noch genug Leute anlocken. Wenn ja sollen weitere Konzerte folgen, wenn nicht wird es bei einem Abend bleiben, für den er echten alten Rock and Roll verspricht - und nicht die Witzeleien seiner Löwen-LP.

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