Römerfunde aus Oberaden

Bettina Tremmel sichtete die Funde

Foto: Katja Burgemeister

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Bergkamen. Es war am Freitagabend nicht ihr erster Besuch des Stadtmuseums und auch nicht die erste Begegnung mit dem Förderverein, trotzdem gab es für Dr. Bettina Tremmel eine richtige Premiere.

Sie steht seit Mitte Oktober beim Landschaftsverband fest in Lohn und Brot und ist als neue wissenschaftliche Referentin für die provinzialrömische Archäologie für das Römerlager Oberaden zuständig.

Dass sie vom Vorsitzenden des Fördervereins des Stadtmuseums, Dr. Jens Herold, und von Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel besonders erfreut begrüßt wurden hat einen besonderen Grund: Dr. Bettina Tremmel durchforstete als quasi Honorarkraft des Fördervereins rund zwei Jahre lang die Fundstücke, die sich in den Magazinen des Museums für Archäologie in Münster nach zwei Jahrzehnten Ausgrabungen im Oberadener Römerlager angesammelt hatten: hauptsächlich Scherben von Gebrauchsgegenständen und Waffen.

Aufgabe war es, diese Funde zu sichten, zu sortieren und vor allem zu katalogisieren. „Ohne diese Arbeiten wüssten wir nicht, was sich in den Beständen befindet. Jetzt kann es zum Beispiel restauriert und anschließend auch für Ausstellungen ausgeliehen werden”, erklärte Museumsleiterin Barbara Strobel.

Dr. Bettina Tremmel hat sich allerdings nicht nur in den Magazinen mit dem Römerlager beschäftigt, sondern hat sich persönlich an den Ausgrabungen in Oberaden beteiligt. Ihre Arbeit in Münster begann sie als wissenschaftliche Volontärin bei Dr. Johann-Sebastian Kühlborn, der bis zu seiner Pensionierung rund 25 Jahre die Ausgrabungen in Oberaden geleitet hatte.

Seitdem hat sie sich in die Phalanx der bedeutendsten Experten der provinzialrömischen Archäologie vorgearbeitet. Dass der Museumsförderverein die engagierte Wissenschaftlerin deshalb so freudig begrüßte, wundert deshalb nicht.

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