Bands ließen Schützenhof vibrieren

Sam Spade and the Bangers heizten den Gästen kräftig ein.

Sam Spade and the Bangers heizten den Gästen kräftig ein.

Foto: WAZ FotoPool

Schwerte.   Die Noisy Night hat sich als Veranstaltungsformat etabliert, das die Ruhrstadt nicht mehr missen möchte. Die Neuauflage am Wochenende war ein eindeutiger Beleg dafür.

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Drangvolle Enge herrschte am Samstag in der Gastronomie des Schützenhofes bei der „geräuschvollen Nacht“, der Noisy Night, der vorweihnachtlichen Fete von Schwerter Musikern für Schwerter Musiker und die vielen Freunde und Fans. Pünktlich um 19.30 Uhr begann das musikalische Treiben auf der Bühne: Sieben Bands spielten und verbreiteten beste Stimmung und gute Laune beim altersgemischten Publikum.

Mehr als 40 Musiker wechselten ohne große Umbaupausen Instrumente, Musikrichtungen und Rhythmus und überzeugten allesamt mit ihrer handgemachten Musik. Einen fulminanten Auftakt legten gleich zu Beginn die Champagner & Reefer Band, um die Schwerter Rock-Urgesteine Wom Wendt und Uli Ohm, hin.

Seit 1997 spielt die Bluesband bei der Noisy Night, doch in diesem Jahr ließen sie andere Töne erklingen. „Gefühlt spielen wir hier seit 15 Jahren die gleichen Stücke. Heute wird es den Hoochie Coochie Man nicht geben. Wir haben eine neue Set-List zusammengestellt. Mit Liedern, die wir selten öffentlich spielen und einigen selbst gemachten Songs“, erklärte Wom Wendt. Mit ihrem rockigen Blues der Extraklasse trafen die vier gut aufgelegten Herren den Nerv des Publikums, so dass schon um 20 Uhr der Boden bebte.

Mit Spaßfaktor

Und dann kamen Sam Spade and the Bangers, die als erstes das rockige Weihnachtslied „Run, run Rudolph“ anstimmten. Den vorauseilenden Ruf, Schwertes beste Rockband zu sein, stellten die sechs Musiker mal wieder unter Beweis. Alte und neue Fans bildeten eine wabernde Masse. Sie entbrannten ein Feuerwerk von in die Beine gehendem Rock’n’Roll mit hohem Spaßfaktor, woran Frontman Frank Siewert einen Großteil zu beitrug - „Rockparty“ war angesagt. Die verlangte Zugabe wurde verwehrt, dafür war das Programm zu eng.

Schlag auf Schlag ging es weiter: Die Reggae-Combo Kaya, um Sänger Daniel Engelmann, verbreitete mit ihrem Gute-Laune-Sound Jamaica-Feeling. Die Band ließ Reggae-Größen wie Bob Marley oder Peter Tosh lebendig werden. Mit bunt Gemischtem aus Rock über Blues bis Pop zeigte die fünfköpfige Coverband Rock Well einen Querschnitt ihres musikalischen Könnens, die viel gesangliche Unterstützung durch das Publikum erhielt.

Beachtliche Premiere

Schier aus dem Häuschen waren nicht nur die Fans der Glamrock-Band Rick Rock um Sänger Rainer „Rick“ Lissner, die als Vierte am Start waren. Bei den Songs von T. Rex oder Slade, Musik aus den 1970er Jahren, zeigte sich das Publikum äußerst text- und taktsicher. Die vor zig Jahren sich aus unterschiedlichen Gründen aufgelöste Band Basement Blues, hat sich zur Noisy Night neu formiert und legte als Members of Basement Blues, mit den „Alt“-Mitgliedern Daniel Engelmann, Jens Bohlen und Rainer Wilke, eine beachtliche Premiere hin. Den Schlusspunkt setzte Not Bad: Mit exzellentem Gesang und präzise gespielten Gitarrensoli entführte Not Bad in den Hardrock und manch einer fühlte sich in seine Jugendzeit der 1970er und 1980er Jahre zurückversetzt.

Die Noisy Night ist seit vielen Jahren schon ein Publikumsmagnet für Jung und Alt. Ältester Gast war übrigens die 85-jährige Engländerin Joan Poynter, Schwiegermutter des Hohenlimburgers Harry Herrmann, die an diesem Abend nicht eine Band verpasste.

Viele Helfer

Die Veranstalter haben mit der Schützenhof-Gastronomie einen großartigen Partner und Veranstaltungsort gefunden. Das Konzept der Veranstaltung, für die die Organisatoren viele Stunden ihrer Freizeit opfern, passt.

„Viele Helfer haben unentgeltlich für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und des Abends gesorgt. Wir sind alle hochzufrieden“, resümierte Frank Siewert vom Veranstaltungskomitee der Noisy Night. Hoch zufrieden waren auch die Gäste, die beseelt von der Musik, dem Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten weit nach Mitternacht den Heimweg antraten.

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