Eishockey

Mit 16 Jahren im Tor der Starbulls Rosenheim

Lennard Brunnert trägt bei den Starbulls die Nummer 35.

Lennard Brunnert trägt bei den Starbulls die Nummer 35.

Iserlohn.   Der ehemalige IEC-Goalie Lennard Brunnert schnuppert Oberliga-Luft

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Es war schon eine dicke Überraschung für den 16-jährigen Lennard Brunnert, als vor einigen Wochen plötzlich sein Coach nach dem Training auf ihn zukam und ihm mitteilte, dass er beim kommenden Spiel im Tor stehen würde. Das Besondere: Es ging nicht wie üblich um das DNL-Team der Rosenheimer, sondern um die Oberliga-Mannschaft der Starbulls.

Immer mal wieder hatte er dort schon mittrainiert, stand aber weiterhin als erster Goalie im Rosenheimer DNL-Tor. Dort machte der 16-Jährige, der 2016 die Deutsche Schülermeisterschaft mit dem IEC gewann, seine Sache offenbar gut. Sogar so gut, dass, nachdem die beiden etatmäßigen Torhüter des Oberliga-Teams verletzungsbedingt beziehungsweise aus gesundheitlichen Gründen passen mussten, Coach Manuel Kofler den gebürtigen Schwerter zwischen die Pfosten beorderte.

Gegen die Blue Devils Weiden feierte Brunnert dann sein Debüt – und was für eins. Beim 6:2-Erfolg seiner Mannschaft wurde er dank starker Paraden zum Spieler des Spiels gewählt. „Außerdem hat er noch einen Assist gegeben, der ihm aber leider aberkannt wurde“, erzählt sein Vater Patrick Brunnert, der den Einsatz in der Oberliga als „i-Tüpfelchen“ ansieht. Denn auch sonst scheint sich der Schritt nach Rosenheim für den U17-Nationalspieler, der nach seiner Zeit in Iserlohn noch einen Zwischenstopp bei der Düsseldorfer EG eingelegt hat, gelohnt zu haben. „Er spielt als Rookie regelmäßig in der DNL und hat sich da als erster Torhüter behauptet. Jetzt kann er noch Erfahrungen in der Oberliga-Mannschaft sammeln“, erzählt Patrick Brunnert, der natürlich zusammen mit seiner Frau Nina mächtig stolz auf seinen Sohn ist.

Vier Spiele, zwei Siege, zwei Niederlagen, 14 Gegentore

Sein Einsatz gegen Weiden ist nämlich nicht der einzige geblieben. Auch in den darauffolgenden Partien schenkte ihm Manuel Kofler, der ja bekanntlich auch eine Iserlohner Vergangenheit hat, das Vertrauen. Gegen den TEV Miesbach lief es für Lennard Brunnert und seine Starbulls noch gut, mit 11:3 fegten sie die Gäste aus der Halle, doch gegen Sonthofen und die Selber Wölfe erlebten die Rosenheimer – vor allem aus Sicht des Torhüters – zwei rabenschwarze Tage. Bei den Wölfen musste Lennard Brunnert gleich acht Mal hinter sich greifen, im Heimspiel gegen Sonthofen zwar nur vier Mal, zu einem Sieg reichte es aber auch da nicht. Insgesamt 63 Schüsse bekam er in den vier Spielen auf seinen Kasten, 77 Prozent konnte er davon abwehren. Werte, die wohl auch in Zukunft, wenn Lukas Steinhauer und Luca Endres nach ihren Verletzungen in den Kader zurückkehren, für den 16-Jährigen sprechen dürften.

Der sieht die Situation derzeit allerdings recht gelassen, schaut erst einmal, dass er auch in Zukunft weiterhin bei der Oberliga-Mannschaft mittrainieren und dann eventuell auch weiterhin die ein oder andere Minute auf dem Eis stehen darf. Mit Trainer Manuel Kofler hat der ehemalige IEC-Goalie auf jeden Fall schon mal einen großen Fürsprecher im Verein. „Er sagt immer, dass die Ex-Iserlohner zusammenhalten müssen“, berichtet Patrick Brunnert vom guten Verhältnis seines Sohnes zum Coach der Rosenheimer.

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