Michael Barth sorgt für Spannung

Ennepetal.   Justine Mirabile, die junge Inhaberin von „Bücher Bochhammer“ in Altenvoerde, kam aus dem Staunen gar nicht heraus: Eine Menschentraube stand vor ihrem Buchladen in der Mittelstraße, und alle wollten hinein, zur Lesung von Michael Barth. Platz geschaffen hatte Justine Mirabile schon und dennoch waren schnell alle Stühle belegt.

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Justine Mirabile, die junge Inhaberin von „Bücher Bochhammer“ in Altenvoerde, kam aus dem Staunen gar nicht heraus: Eine Menschentraube stand vor ihrem Buchladen in der Mittelstraße, und alle wollten hinein, zur Lesung von Michael Barth. Platz geschaffen hatte Justine Mirabile schon und dennoch waren schnell alle Stühle belegt.

Der Gevelsberger Autor Michael Barth war nun zum zweiten Mal zur Lesung bei Bochhammer. Hielt er schon einmal mit einem Erotik-Thriller, so Justine Mirabile, die Besucher in seinen Bann, so stellte er jetzt sein neuestes Werk „Geist“ dem geneigten Publikum vor.

Die Buchhändlerin hatte schon in ihrer Begrüßung Lust auf das neue Buch Barths geweckt, in dem sie verriet: „Ich war beim Lesen des Thrillers hin und weg!“

So waren es auch wohl die Zuhörer, als Michael Barth, an einem Pult mit Leselampe stehend, zunächst aus dem Prolog seines Buches las. Dass es spannend würde, war da schon ausgemacht. Ein 20-Jähriger verursacht mit viel Alkohol im Blut einen schweren Verkehrsunfall, bei dem sein Freund grausam stirbt. Dieser Freund, das muss man wissen, hat ihn immer wieder animiert, doch den Wagen zu steuern, Gas zu geben. Was blieb? Traurigkeit, verzweifelte Eltern, Rachegefühle und auch die Frage, warum Gott das zulassen konnte, zumal die Mutter des durch den Unfall getöteten sehr gläubig ist. Es geht um Schuld und Sühne und um Anschuldigungen.

Bis dahin ist das Buch ein Stück Unfallbeschreibung. Es thrillert aber, als der Unglücksfahrer nachts Geräusche in seiner Wohnung hört, Stimmen mal ganz nah und dann wieder fern, die Präsenz eines Unbekannten und Unsichtbaren ist zum Greifen nahe. Der Autor Barth schafft es, aus Sätzen Bilder des Schreckens zu malen.

Neues Buch vorgestellt

Er selbst wies während der Lesung daraufhin, dass er immer nach neuen Wörtern suche. So entstand das Buch „Geist“, ein Thriller in Grenzen von Grauen, Vergeltung und Angst. Was die Lesung so schön und interessant machte, ist auch die Vortragsweise des Autors. Man spürte seine Lust am Beschreiben am Detail.

Mitgebracht zur Lesung hatte er einen Autorenfreund: Frank Bergmann aus Köln. Man habe sich auf der Frankfurter Buchmesse kennen und schätzen gelernt. Bergmann, der Biografien, Fantasy-Geschichten und auch Gedichte schreibt, hat unter anderem, auch das Buch „Stärke und Wut“ veröffentlicht. Er stellte sich am Schluss der Lesung dem Publikum vor.

Justine Mirabile war nach der Lesung sehr zufrieden. Am 1. Juni bestand ihre Buchhandlung zwei Jahre. Sie möchte, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung sagte, auch weiterhin zu Lesungen einladen. Das Sortiment im Buchladen hat sie jetzt erweitert. Es gibt auch Schulbücher und Schulbedarf.

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