Gelungenes Zusammenspiel von Klarinette und Orgel

Schwelm.   Die beliebte Kirchenmusik-Reihe „Orgel Plus“ in der katholischen Kirche St. Marien startete dieses Jahr bereits ausnahmsweise am Freitag in das Neue Jahr. Klarinettistin Bettina Eckstein gestaltete mit dem Kantor Ulrich Isfort (Orgel) das Hochamt zur Erscheinung des Herren. In den nächsten Monaten findet Orgel Plus (die Orgel wird von weiteren Instrumenten begleitet) wie gewohnt am 1. Samstag um 18 Uhr statt.

Die beliebte Kirchenmusik-Reihe „Orgel Plus“ in der katholischen Kirche St. Marien startete dieses Jahr bereits ausnahmsweise am Freitag in das Neue Jahr. Klarinettistin Bettina Eckstein gestaltete mit dem Kantor Ulrich Isfort (Orgel) das Hochamt zur Erscheinung des Herren. In den nächsten Monaten findet Orgel Plus (die Orgel wird von weiteren Instrumenten begleitet) wie gewohnt am 1. Samstag um 18 Uhr statt.

Aufmerksames Publikum

Vergangenes Jahr konnten die Gottesdienstbesucher das Zusammenspiel der Orgel mit zehn unterschiedlichen Musikern genießen. Bettina Eckstein, die ebenfalls im Jahr 2016 bereits mit dabei war, lobte die Gottesdienstbesucher: „Ich spiele hier sehr gern, es sind eine schöne Atmosphäre und ein sehr aufmerksames Publikum. Ich bin gern wiedergekommen.“ Die Diplom-Instrumental-Pädagogin Bettina Eckstein, geboren in Wermelskirchen und nun wohnhaft in Schwelm, unterrichtet an der Städtischen Musikschule in Dortmund. Sie fand zufällig zur Klarinette, ursprünglich wollte sie wie jedes junge Mädchen nach der Blockflöte Querflöte lernen. Allerdings gab es dort keinen freien Unterrichtsplatz – nur in der Klarinetten-Klasse. Später hat sie an der Musikhochschule Detmold studiert.

Sie schätze die große Bandbreite des Instruments, auch wenn sie sich selbst auf die Kammermusik spezialisiert habe. Ihre musikalische Ausbildung hat sie mit der künstlerischen Reifeprüfung abgeschlossen und mit Meisterkursen bei Sabine Meyer verfeinert. Den Schwelmer Besuchern war sie noch von ihrem Solo in der Weihnachtsmesse des vergangenen Jahres in bester Erinnerung.

Zu Beginn des Gottesdienstes erklang diesmal ein aus Funk- und Fernsehen bekanntes Stück: Die Euro-Visions-Melodie. Das „Te Deum“ (Marc-Antoine Charpentier; Prelude) – ursprünglich also ein klassisches Kirchenmusik-Stück. Es folgte das Largo aus „Xerxes“ von G.F. Händel in einer Bearbeitung.

Zur Zeit von Händel existierte die Klarinette noch nicht. Dieses Instrument wurde erst ungefähr 1750 in der Früh-Klassik erfunden. Die Kommunion wurde begleitet von einem der schönsten Stücke für Klarinetten von Mozart. Aus dem Klarinettenquintett, das er für seinen besten Freund Stadler geschrieben hat, der langsame Satz (Larghetto).

Zum Ausklang hörten die begeistern Besucher ein Stück aus der Unterrichtssammlung des berühmten französischen Klarinettisten Jean Xavier Levévre (Sonata Nr. 2, Satz 3). Er hat Stücke, weil es in der Klassik keine geeigneten Lehrmaterialien für den Klarinetten-Unterricht gab, kurzerhand selbst geschrieben. Die Gottesdienstbesucher waren von dem professionellen harmonischen Zusammenspiel von Klarinette und Orgel restlos begeistert und sparten nicht mit Applaus. Viele nutzten die Gelegenheit, sich mit den beiden Musikern persönlich auszutauschen.

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