Avery Dennison schließt Werk in Schwelm

Schwelm.   Für Entsetzen bei den 400 betroffenen Mitarbeitern, aber auch bei Verwaltung und Politik, sorgt die Ankündigung des US-Konzerns Avery Dennison, sein Schwelmer Werk bis Mitte des Jahres 2019 sukzessive schließen zu wollen. Völlig überraschende teilte die Geschäftsführung dies den Mitarbeitern am Mittwoch mit.

Für Entsetzen bei den 400 betroffenen Mitarbeitern, aber auch bei Verwaltung und Politik, sorgt die Ankündigung des US-Konzerns Avery Dennison, sein Schwelmer Werk bis Mitte des Jahres 2019 sukzessive schließen zu wollen. Völlig überraschende teilte die Geschäftsführung dies den Mitarbeitern am Mittwoch mit.

Laut Angaben des Unternehmens sei der Konzern wirtschaftlich gesund, das Schwelmer Werk erwirtschafte Gewinne, das betreffende Marktsegment wachse. Dennoch habe man sich dazu entschieden, die Produktion mit einer anderen – noch schneller wachsenden – Sparte an einem belgischen Standort zusammen zu legen, um sich auf dem Markt zu behaupten.

Abwicklung steht noch nicht fest

Bislang hat Avery Dennison noch nicht mitgeteilt, ob die Stellen sozial verträglich abgebaut werden oder ob das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen wird. Umgehend, so kündigte Unternehmenssprecher Rob Verbruggen auf Nachfrage dieser Zeitung an, wolle Avery Dennison nun Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen, um zu schauen, wie die Abwicklung in Schwelm vonstatten gehen solle.

Im Schwelmer Rathaus reagiert die Verwaltungsspitze tief geschockt. „Wir werden diese Entscheidung auf keinen Fall tolerieren und alles in unserer Macht stehende tun, um dies abzuwenden“, sagt der 1. Beigeordnete Ralf Schweinsberg.

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