Stolpersteine

FDP sauer auf "bornierte Lehrer"

Nachspiel um die Verlegung der „Stolpersteine” zum Gedenken an jüdische Bürger Hilchenbachs: „Bornierten Lehrern” wirft FDP-Stadtverbandsvorsitzender Karl-Heinz Jungbluth vor, sie hätten eine Teilnahme der Schüler der Adolf-Reichwein-Hauptschule vereitelt.

Tatsächlich hatte Jungbluth alle weiterführenden Schulen zur Verlegung der Stolpersteine eingeladen; mit eigenen Beiträgen nahmen dann Realschule und Gymnasium Stift Keppel teil. Schulleiter Ulrich Kretzer hält die Entscheidung auch im nachhinein für richtig: „Auf die Anfrage einer Partei können wir nicht anspringen. Wenn die Stadt uns angeschrieben hätte, wäre das etwas anderes gewesen.” Anlass für Jungbluths Vermutung, dass parteipolitische Gesichtspunkte eine Rolle gespielt haben könnten, ist eine nicht öffentliche Sitzung des Hauptaussschusses, in der Ernst Heinrich Hofmann (FDP) für die Beteiligung der Schulen geworben hat. Hofmanns Platznachbar ist Hartmut Thomas (Grüne), Lehrer an der Hauptschule. Thomas wies gegenüber der WR Schlussfolgerungen zurück, er habe gegen das Thema gearbeitet: Schließlich habe er mit seiner zehnten Klasse erst kürzlich das Aktive Museum in Siegen und den Zug der Erinnerung besucht.

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