Wirtschaft

Rewe-Zentrallager in Hattingen findet keine Verwendung

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude (links) soll bald ein Hotel eröffnen, das ehemalige Rewe-Zentrallager (rechts) bleibt aber Ladenhüter.

Foto: Archiv, Speckenwirth

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude (links) soll bald ein Hotel eröffnen, das ehemalige Rewe-Zentrallager (rechts) bleibt aber Ladenhüter. Foto: Archiv, Speckenwirth

Hattingen.   Die Pläne für einen Freizeitpark im ehemaligen Rewe-Zentrallager sind wohl endgültig vom Tisch. Der Eigentümer sucht neuen Käufer.

Das ehemalige Rewe-Zentrallager an der Eickener Straße bleibt Ladenhüter der Wirtschaft und Sorgenkind der Stadt. Gleich mehrere Interessenten haben sich in den vergangenen Monaten die Klinke in die Hand gegeben und Pläne vorgestellt. Nicht einer wird aktuell verfolgt.

Seit Dezember 2010 bemüht sich die Wirtschaftsförderung um eine neue Nutzung der Filet-Fläche im Gewerbegebiet Beul I. Da hatte die Rewe-Gruppe ihr Hattinger Zentrallager aufgegeben. Viereinhalb Jahre zeigte die Eigentümerin des 57.400 Quadratmeter großen Areals, die VR Leasing AG, wenig Interesse an einer Vermarktung. 2015 hat dann die Ruhr-Inn GmbH eine 9000 Quadratmeter große Teilfläche gekauft und will dort im Mai 2017 ein Hotel mit angeschlossenem Hostel eröffnen. Kurze Zeit später hat die VR Leasing dann auch das Rewe-Zentrallager verkauft. Der Investor aus Solingen wollte in den alten Hallen einen Freizeitpark errichten.

Konzepte für ehemaliges Zentrallager fehlten

„Wir haben allerdings nie ein Konzept gesehen, mit dem wir uns ernsthaft hätten auseinandersetzen können“, sagt dazu Martin Serres. Der Leiter der Wirtschaftsförderung ergänzt, dass auch ein später eingeschalteter Architekt nichts Verwertbares abgeliefert habe. Dann sollte ein weiterer Nutzer das Konzept umsetzen. Wieder Fehlanzeige.

Wenig später tauchte die Immobilie für 1,4 Millionen Euro als Internet-Angebot auf und der Solinger Eigentümer präsentierte einen türkischen Investor. „Was der vorhatte, blieb völlig unklar“, berichtet Martin Serres.

Nach Hotelbau gelten andere Emissionsauflagen

Letzter Stand: Ein Unternehmen aus der Metallindustrie habe Interesse. Man werde sich auch das anhören, meint dazu der Wirtschaftsförderer. Die Branche allerdings erinnert Martin Serres an seine Bedenken zu der Zeit, als die Hotelpläne vorgestellt wurden. Grundsätzlich seien zusätzliche Hotelbetten in Hattingen erwünscht, hieß es seinerzeit. Aber: Der Verkauf einer kleinen Teilfläche torpediere die Idee, das Gewerbegebiet Beul I von Grund auf neu zu erschließen und eventuell mit Beul II zu verbinden.

Dass das Hotel jetzt da ist, könne weitere Folgen haben. Serres: „Für angrenzendes Gewerbe gelten jetzt andere Emissionsauflagen.“

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