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Julian Draxler - Gladbecks goldenes Talent

Zwei Schalker im Rathaus: Julian Draxler trug sich in das Goldene Buch ein; Bürgermeister Ulrich Roland sah es mit viel Freude. Foto: Heinrich Jung

Foto: WAZ FotoPool

Zwei Schalker im Rathaus: Julian Draxler trug sich in das Goldene Buch ein; Bürgermeister Ulrich Roland sah es mit viel Freude. Foto: Heinrich Jung Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck. Schalke-Jung-Star Julian Draxler trug sich ins Goldene Buch der Stadt Gladbeck ein; ein besonderer Moment für Gladbeck im Empfangsraum des Alten Rathauses. Für den 17-Jährigen ist ein Fußballtraum wahr geworden.

Man darf es wohl so einschneidend formulieren: Der Abend des 25. Januars 2011 veränderte sein Leben. Als er in der 119. Minute des Pokal-Viertelfinales gegen Nürnberg den Ball ins Tornetz katapultierte und so damals das Spiel entschied, stand der Schalker Julian Draxler plötzlich im Blickpunkt einer bundesweiten Öffentlichkeit:

Wo kommt dieses 17-jährige Top-Talent her? Das wollten Sportreporter von Flensburg bis Passau im Januar ganz genau wissen. Und die Antwort in den deutschen Tageszeitungen lautete: Gladbeck.

Genau vier Monate später war nun Julian Draxler im Rathaus zu Gast, um sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen: Vier Monate, in denen er in Schalke mitten ins Team aufgerückt ist. Und weiter erfolgreich ist. Beim Pokalfinale in Berlin eröffnete der Gladbecker mit seinem Treffer in der 18. Minute den Tor-Reigen zum 5:0-Sieg gegen den MSV Duisburg.

Bürgermeister Ulrich Roland, am Samstag in Berlin im Olympiastadion dabei, begrüßte Julian Draxler im Empfangsraum des Alten Rathauses: „Wenn mir jemand prophezeit hätte, dass ich hier irgendwann einen DFB-Pokalsieger aus Gladbeck begrüßen kann, dann hätte ich gesagt, das ist doch ein Traum“, sagte Roland.

„Für meine Heimatstadt. Mit besten Grüßen!“

Doch dieser Fußballtraum ist für Julian Draxler und ganz Gladbeck Wirklichkeit geworden: „Für meine Heimatstadt. Mit den besten Grüßen!“

Mit diesen Worten trug sich der 17-Jährige in das Goldene Buch der Stadt ein.

Bodenständig und bescheiden – so charakterisierte Bürgermeister Ulrich Roland das rundum sympathische öffentliche Auftreten von Julian Draxler mit Blick auf die letzten vier Monate. Diese Bodenständigkeit zeichne die ganze Familie aus Rentfort aus.

Vater Hans-Jürgen und Mutter Monika begleiteten Julian ins Rathaus. Auch der Vater, Spitzname: „Abu“, hat Fußball gespielt, auch er wechselte einst nach Schalke und hat in seiner aktiven Zeit Jugendtitel geholt. Und so formulierte Hans-Jürgen „Abu“ Draxler denn auch im Rathaus: „Julian lebt meinen Traum.“ Der Sohn ergänzte dazu prompt: „Ich lebe meinen eigenen Traum aber auch!“

Und natürlich berichtete Julian der Stadtspitze und den dort versammelten Offiziellen vom Stadtsportverband bis zum Sportausschuss nochmals vom DFB-Finale in Berlin und von dieser ganz besonderen 18. Spielminute: „Ich bin sehr froh darüber, dass ich dort mein eigenes Erfolgserlebnis hatte“, sagte er zu seinem Tor gegen Duisburg.

Ganz zurückhaltend, ganz Julian eben.

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