Bürgerbegehren

Bürgerbegehren zum See-Grundstück ist gestartet

Mitte März hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative vor dem Bezirksamt Duisburg-Süd gegen den Verkauf des Grundstücks an der Strasse Im Licht demonstriert. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

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Mitte März hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative vor dem Bezirksamt Duisburg-Süd gegen den Verkauf des Grundstücks an der Strasse Im Licht demonstriert. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool Foto: WAZFotoPool

In Duisburg gibt es ein neues Bürgerbegehren. Seit dem 1. Juni sammelt eine Initiative Unterschriften, um den Verkauf einer städtischen Fläche am Wambachsee zu verhindern. Die Bürger befürchten, dass der letzte freie Zugang zur Sechs-Seen-Platte in Wedau verschwindet.

Am Lifesaver werden wieder Unterschriften gesammelt: Die Bürgergemeinschaft Wedau will am 1. Juni loslegen und hat bei der Stadt ein Bürgerbegehren angemeldet. Die Initiative fürchtet, dass der letzte freie Zugang zur Sechs-Seen-Platte in Wedau verschwindet. Das Areal am Nordufer des Wambachsees werde seit Jahrzehnten von der Öffentlichkeit zur Freizeit und Erholung genutzt.

Hintergrund ist die Absicht der Stadt, das Baugrundstück an der Straße „Im Licht“ an einen Investor zu verkaufen. Die Entscheidung stand bereits letzte Woche im Rat an. Auf Bitte der Initiative hatte die SPD den Beschluss auf Ende Juni vertagt.

Damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist, muss die Initiative jetzt 15.000 Unterschriften sammeln. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Zahl zusammen bekommen“, sagt Sprecher Jürgen Lehmann. Täglich von 10 bis 17 Uhr wollen die Mitstreiter auf der Königstraße stehen, auch in den Stadtteilen soll gesammelt werden. „Wir haben zahlreiche der parteilosen OB-Kandidaten im Rücken“, sagt Lehmann.

Die förmliche Frage auf den Listen lautet, ob die Stadt das Grundstück „dauerhaft unbebaut in ihrem Eigentum und Besitz behalten“ soll. Neuerdings müssen bei Bürgerbegehren auch die verbundenen Kosten dargelegt werden, die in diesem Fall eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind: Der Kaufpreis für das Grundstück liegt bei einer Million Euro, für Zinsen und Pflege entstehen der Stadt in den nächsten 30 Jahren weitere Kosten von rund 580.000 Euro.

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