Rosenfest ist die schönste Gartenmesse

Gestern gab es für Gartennarren nur ein Ziel: den Westfalenpark. Über 15 000 Menschen, die allesamt mehr oder weniger über "grüne Daumen" verfügen, strömten zum Rosenfest - präsentiert von unserer Zeitung. ...

... Hunderte nahmen an den Führungen durch den Park teil; kaum jemand, der sich nicht an den 148 Ständen von dargebotenen Pflanzen und anderem verführen ließ. Sie liegen im Trend: Gartenmessen in schönem Ambiente. Kaum mehr Adlige mit entsprechendem Anwesen, die dasselbe nicht für Gartenevents vermarkten. Überall in deutschen Landen. Auch viele Dortmunder fliegen dorthin aus - und können deshalb gut vergleichen. Etwa Marianne Hartmann, die gestern um 12 Uhr schon ihren ersten Einkauf, zwei Rosenbäumchen, zum Auto schleppte: "Das Rosenfest ist wirklich die schönste Gartenmesse. Und das fast vor unserer Haustür! Im Park kann man wirklich den ganzen Tag verbringen." Und das taten außer ihr wohl viele. Unglaubliche Scharen ließen sich von Rosariumsleiter Thomas Lolling und ehrenamtlichen Rosenfreunden gern an der Nase herumführen - bei den kostenlosen Schnupperführungen entlang der 38 Rosenstationen.

Kein kleiner Spaziergang - bei dem ganz nebenbei auch manche Frage gestellt werden konnte. "Was kann ich gegen Clematiswelke tun?", wollte eine Besucherin wissen, die sich mühte, ihren opulent mit Blumen bekränzten Strohhut auf dem Kopfe auszubalancieren. Ein bisschen Schaulaufen gehört eben auch dazu. "Abschneiden - und hoffen, dass sie wieder kommt", lautete der schlichte Rat. Noch viel mehr Tipps waren auf der Bühne von WDR5 zu hören. Ein Pflanzendoktor beant-wortete Fragen aus dem Publikum - ob zu Rosen oder Gänseblümchen. Aber auch Besucher untereinander halfen sich: "Ich kauf' nur noch Rosen mit Prüfsiegel", lautete der Tipp von Inge Düster, die gleich einen Bollerwagen mit ihrem Rosengroßeinkauf füllen konnte. Besonders hatten es ihr die Sorten "Soho" und "Frederic Mistral" angetan: "Aber auch an der Eichblatt-hortensie und den weißen Erdbeerpflanzen konnte ich nicht vorbeigehen." Der Gatte versuchte denn auch geschickt, den weiteren Kauf einiger Pflanzstäbe aus Eisen zumindest hinauszuzögern: "Die kannst du auf dem Rückweg immer noch mitnehmen - wenn's denn sein soll."

Auf der Bühne stieß Radiomoderator Gerion Reymann unterdessen mit Rosenfreunde-Sprecherin Barbara Nasarian-Eckstein mit Rosensekt an. Anderswo fanden Bonsais neue Besitzer, wurde dem "Bärlauchbauern" mit seinem Wundermittel gelauscht.

Im und um das Haus der Rose gaben 40 ehrenamtliche Rosenfreunde alles bei Beratungen bis zur Bewirtung im Cafe?.

Wie viele war auch Lydia Schneiders begeistert: "Bei anderen Messen zahlen Sie 10 bis 15 Euro, hier 2 Euro Parkeintritt. Und geboten wird ebenso viel oder mehr." Dortmund hat's eben - auch in Sachen Gärten und Parks.

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