Schalke-Boss

Schalke-Boss Tönnies bricht sein Schweigen - Forderung an Weinzierl

Clemens Tönnies.

Clemens Tönnies.

Gelsenkirchen.  Clemens Tönnies hat sich nach langer Zeit wieder zu Wort gemeldet. Der Schalke-Boss fordert mehr Konstanz und stärkt Manager Christian Heidel.

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies hat nach langer Zeit sein Schweigen gebrochen. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ stellt der 60-Jährige eine klare Forderung an Trainer Markus Weinzierl. Tönnies erwartet mehr Konstanz.

„Bei allem Verständnis für den Rucksack der fünf Start-Niederlagen und einer Verletzungsmisere, wie ich sie auch noch nicht erlebt habe: Wir benötigen und erwarten sportlich eine klare Struktur und Entwicklung“, sagt der S04-Boss. Und weiter: „Mit der fehlenden Konstanz und den Leistungsschwankungen in dieser Saison sind wir alle unzufrieden.“ Das verlorene Hinspiel im Europa-League-Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam ärgert ihn. „Wie kann eine Mannschaft mit Mut, Wille und Kampfgeist in der Europa League das Spiel in Gladbach umbiegen und in Amsterdam eine so katastrophale Leistung abliefern?“, fragt Tönnies und fordert von der Mannschaft im Rückspiel am Donnerstag, 20. April, eine Reaktion.

Tönnies stärkt Heidel

Dem neuen Schalke-Manager Christian Heidel stärkt Tönnies den Rücken. Unter ihm habe man das Scouting komplett neu strukturiert. „Ich zweifle nicht daran, dass wir zukünftig tolle Spieler für Schalke gewinnen werden“, sagt Tönnies und bezieht damit indirekt Stellung zu der Kritik von Trainer Weinzierl, der bessere Spieler gefordert hatte. „Jeder will natürlich möglichst Spieler wie Lewandowski und Modeste finden, wenn sie noch jung sind. Heute kosten aber selbst die schon Unsummen. Dafür bauen wir lieber unser neues Nachwuchszentrum“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Falls der FC Schalke Europa in dieser Saison verpasse, „passiert uns wirtschaftlich nichts“. Auch Spieler wie Leon Goretzka und Max Meyer müssten dann nicht verkauft werden. „Weil wir in den letzten Jahren einen guten Job gemacht haben“, meint Clemens Tönnies. (las)

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (10) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik