Schule

Arbeitgeberpräsident Hundt hält Nichtversetzung für sinnvoll

Passau.   Die Diskussion über den Sinn des Sitzenbleibens ebbt nicht ab. Jetzt hat sich Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt zu Wort gemeldet und sich gegen die von Niedersachsen geförderte Abschaffung der Nichtversetzung ausgesprochen.

Die Pläne zur Abschaffung des Sitzenbleibens in der Schule stoßen bei Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf deutliche Ablehnung. „Leistung muss sich lohnen, Leistungsverweigerung darf nicht belohnt werden“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Es ist nicht richtig, das Sitzenbleiben abzuschaffen“, betonte Hundt. Wer den Anforderungen nicht gewachsen sei, müsse eben ein Jahr wiederholen. „Das hat auch disziplinierende Wirkung“, sagte er. Die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen gehe mit ihrem Vorstoß zur Abschaffung der Maßnahme einen falschen Weg.

Auch FDP-Politiker Christian Lindner, Chef seiner Fraktion im NRW-Landtag, hält Klassenwiederholungen für „ein notwendiges pädagogisches Instrument“. Für viele Schüler liege darin die Chance, die Erfahrung fortwährenden Scheiterns in mehr als einem Fach zu überwinden, sagte er.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hatte dagegen die Wiederholung von Schuljahren als eine „Verschwendung der Lebenszeit“ bezeichnet. Meistens hätten die Schüler nur in einzelnen Fächern Schwächen. „Frau Löhrmann zeigt ihr tiefsitzendes Misstrauen gegen individuelle Leistungsanforderungen“, meinte Lindner. Sitzenbleiber dürften nicht diskreditiert werden, Klassenwiederholungen müssten aber möglich bleiben. (dpa)

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