Naturkatastrophe

Letzter Vermisster des Erdbebens in Italien tot geborgen

Rettungstrupps suchen nach Verschütteten unter den Trümmern einer eingstürzten Fabrikhalle. Foto: Luca Bruno/ap

Foto: AP

Rettungstrupps suchen nach Verschütteten unter den Trümmern einer eingstürzten Fabrikhalle. Foto: Luca Bruno/ap Foto: AP

Rom.   Das schwere Erdbeben in Nordostitalien am Dienstag hat 17 Menschen das Leben gekostet. Am Mittwoch fanden Feuerwehrleute den letzten Vermissten tot zwischen Trümmern einer Fabrik. In der Nacht hatten weitere Beben die Region in Atem gehalten.

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in der nordostitalienischen Region Emilia-Romagna haben Feuerwehrleute ein weiteres Todesopfer geborgen. Die Leiche des vermissten Arbeiters sei am Mittwoch unter den Trümmern einer eingestürzten Fabrik in Medolla entdeckt worden, teilten die Behörden mit. Er war demnach der letzte noch Vermisste. Damit stieg die Zahl der Toten des jüngsten Bebens auf 17.

Die Region war in der Nacht zum Mittwoch erneut von 41 Nachbeben erschüttert worden. Der heftigste Erdstoß hatte eine Stärke von 3,54, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte. Das Epizentrum lag demnach in der Region Modena, die in den vergangenen Tagen immer wieder von Erdbeben erschüttert worden war.

Das schwere Beben am Dienstag hatte historische Gebäude, Fabriken und Lagerhallen nördlich der Großstadt Bologna beschädigt. Erst am 20. Mai erschütterte ein Beben der Stärke 6,0 eine der produktivsten Regionen Italiens zu einer Zeit, da die italienische Wirtschaft am Boden liegt. Ministerpräsident Mario Monti versprach, die Regierung werde ihr Möglichstes tun, damit die Region wieder auf die Beine komme. Er beriet am Mittwochmorgen mit seinem Kabinett über Hilfen für den Wiederaufbau. (dapd/afp)

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