Interview

Werner Hansch: "Ich laufe dem aussichtslosesten Ball hinterher"

Dortmund. Stefan Raab hin, "Wok-WM" her - am Dienstag, 20.15 Uhr, startet ProSieben ein weiteres Spiel-ohne-Grenzen-Format. Neben Matthias Opdenhövel und Charlotte Engelhardt ist Sportreporter Werner Hansch dabei. Jürgen Overkott sprach mit ihm.

Kerner, Beckmann, Welke – ist für Sport-Reporter die Unterhaltung die höhere Daseinsform?

Werner Hansch: Nein, das ist absolut nicht so. Bei dem Format, bei dem ich jetzt mitwirken darf, handelt es sich um ein sportives Format. Gut, der Sender bezeichnet es als „Fun-Action-Format“. Das sagt mir wenig.

Früher hatte man wohl „Spiel ohne Grenzen“ gesagt.

Werner Hansch: So ist es. Genau das habe ich mit der Sendung verbunden, als mich ProSieben gefragt hat. Und ich habe gesagt: Wenn das so etwas Ähnliches ist, kann mir vorstellen mitzumachen. Als ich eine DVD mit Probeaufnahmen gesehen habe, war mir klar: Ja, da sind alle Elemente drin, die ich von einer Sport-Sendung erwarte. 24 Kandidaten sind dabei. Es geht über drei Runden…

…es ist also eine Art Wettbewerb…

Werner Hansch: … schließlich sind vier im Finale. Einer gewinnt nach Zeit. Der Sieger bekommt einen Geldpreis. Und dann gibt es weitere Kriterien, die wir von Sportwettbewerben kennen: Die Jungs und Damen brauchen eine ordentliche Kondition. Sie müssen reaktionsschnell sein. Sie müssen mutig sein. Und sie müssen kampfgeist haben. Also kam ich zu dem Schluss: Die Sendung bietet Sport – allerdings in extremer Form.

Können Sie sich vorstellen, in klassischen Unterhaltungssendungen mitzumachen?

Werner Hansch: „Wetten, dass..?“ ist seit einiger Zeit belegt, und für Seelen-Striptease bin ich nicht priesterlich nicht genug. Also habe ich mir gesagt: Lauf hin zu „Wipe Out“.

„Lauf hin“ mal beim Wort genommen – laufen Sie selbst?

Werner Hansch: Ich spiele Tennis, und da laufe ich ohne Ende. Auch dem aussichtslosesten Ball laufe ich noch hinterher. Das bekommt mir gut. Ich fühle mich wesentlich jünger, als ich bin.

Sie machen alles – außer dem Becker-Hecht.

Werner Hansch: Einmal war ich in Versuchung. Aber da habe ich an meine Gelenke gedacht.

Das war ein weiser Entschluss. – Noch mal zu Sport-Kollegen, die Neues ausprobiert haben. Oliver Welke macht in der „Schillerstraße“ Comedy. Wäre das für Sie auch eine Option?

Werner Hansch: Nein. Mit „Wipe Out“ ist eine Grenze erreicht. „Wipe Out“ ist okay. Das ist ja nicht das Dschungel-Camp. Bei uns muss niemand Känguru-Klöten fressen oder Würmer schlucken. Aber, zugegeben, bei jedem gibt es ein kleines Potenzial an Schadenfreude. Gleichzeitig ist es für mich wichtig, bei allem Frotzeln auch Selbstironie zu zeigen.

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