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Hantavirus-Infektionen nehmen in Deutschland drastisch zu

Das Hantavirus wird über den Kot und Urin der Rötelmäuse auf den Menschen übertragen.

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Das Hantavirus wird über den Kot und Urin der Rötelmäuse auf den Menschen übertragen. Foto: dapd

Hannover/Berlin.  Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Hantavirus sind in Deutschland stark angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hat sich die Zahl der Fälle gerade in den Monaten Juni und Juli mehr als verdoppelt. Am stärksten betroffen sind dabei Baden-Württemberg, Bayern und auch Nordrhein-Westfalen.

Neuinfektionen mit dem Hantavirus sind in diesem Jahr stark angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hat sich die Zahl der Fälle in den Monaten Juni und Juli mehr als verdoppelt. Die Techniker Krankenkasse (TK) führt diesen drastischen Anstieg auf milde Temperaturen und ein Überangebot an Nahrung für Rötelmäuse zurück, die die Krankheitserreger übertragen.

Lag die Zahl der Erkrankungen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bundesweit bei 965 Fällen, waren Anfang August bereits 2.070 Fälle gemeldet, wie eine RKI-Sprecherin am Mittwoch auf dapd-Anfrage sagte. Bis Ende Juli wurden 1.985 Erkrankungen gemeldet. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 305 gewesen. Am stärksten betroffen sind Baden-Württemberg mit 1.348 gemeldeten Fällen, gefolgt von Bayern (282) und Nordrhein-Westfalen (142).

Nach TK-Angaben wird das Virus über den Kot und Urin der Rötelmäuse auf den Menschen übertragen. Zumeist werde kontaminierter Staub eingeatmet, der bei Aufräumarbeiten in Scheunen und Ställen aufgewirbelt wird, hieß es. Typische Anzeichen für die Erkrankung sind Rückenschmerzen, stark ansteigendes Fieber oder Blut im Urin. In schweren Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Hantavirusinfektionen sind in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre bekannt. 2001 wurde die Meldepflicht dafür eingeführt. Seitdem wurden jährlich im Durchschnitt etwa 500 Fälle gemeldet. (dapd)

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