Klaus Püngel

Chef der Polizeigewerkschaft tritt zurück

Klaus Püngel ist als Kreisvorsitzender der GdP zurückgetreten.

Foto: WR

Klaus Püngel ist als Kreisvorsitzender der GdP zurückgetreten. Foto: WR

Kreis Unna. Das Tohuwabohu bei der Polizei geht weiter. Der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Klaus Püngel, ist Mittwochabend von seinem Amt zurückgetreten. Ausschlaggebend sei die Diskussion der vergangenen Tage gewesen, sagen Eingeweihte.

Die Kreispolizeibehörde Unna kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Unnas CDU-Parteivorsitzender Gerhard Meyer macht den Konflikt mit einer Stellungnahme zum Rücktritt des Wachenleiters nun auch zum Politikum. Püngels Rücktritt lässt erahnen, dass die Konflikte innerhalb der Kreispolizeibehörde größer sind, als angenommen. Er wolle Schaden von der Gewerkschaft abwenden, habe Püngel seinem Vorstand erläutert. Zu viel sei in der Vergangenheit intern im Polizeibetrieb an der Oberen Husemannstraße schief gelaufen. Acht Jahre lang war Püngel, der auf 35 Dienstjahre zurückblicken kann, Kreisvorsitzender der Polizeigewerkschaft. 450 Mitglieder hat der Kreisverband. Püngel ist eigentlich bis 2014 gewählt. Jetzt übernehmen erst einmal seine Stellvertreter Wilhelm Kleimann und Ute Horstmann die Kreisgruppe. Püngel selbst wollte keine Stellungnahme abgeben.

Seit mehr als einer Woche geht es bei der Polizei drunter und drüber. Gefrustete Polizeibeamte, interne Grabenkriege, hoher Krankenstand – und Mitte vergangener Woche tauchte dann auch noch ein internes Gesprächsprotokoll auf, in dem der inzwischen vom Amt enthobene Wachenleiter Rudolf Fröhlich eine Knöllchen-Quote von den Beamten gefordert hat.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben