Blitzmarathon

310 Vorschläge für Blitzmarathon erreichen Polizei im Märkischen Keis

Geschwindigkeitsmessung an der L 692 bei Lüdenscheid-Nord. Ein Messpunkt für den Blitzmarathon? Foto: Guido Raith/WR

Foto: WR

Geschwindigkeitsmessung an der L 692 bei Lüdenscheid-Nord. Ein Messpunkt für den Blitzmarathon? Foto: Guido Raith/WR Foto: WR

Märkischer Kreis.   Mehr als 300 Bürger aus dem Märkischen Kreis folgten bis Mittwoch dem Aufruf des Innenministeriums und äußerten am Telefon oder per Email Vorschläge, wo die Polizei dringend mal blitzen sollte. Die Beamten waren von der großen Resonanz überrascht.

Ein ganz neues Gefühl für die Beamten der Märkischen Kreispolizei: Statt im Zusammenhang mit Radarkontrollen wie sonst üblich als Raubritter oder Wegelagerer beschimpft zu werden, hörten und lasen sie in den vergangenen drei Tagen das genaue Gegenteil.

Bis Mittwochmittag folgten 310 Bürger dem Aufruf des Innenministeriums und äußerten am Telefon oder per Email Vorschläge, wo die Polizei dringend mal blitzen sollte. Neben den bekannten Raserstrecken und Unfallschwerpunkten sei von den Teilnehmern oft auch der persönliche Bereich genannt worden, berichtet der Leiter der Direktion Verkehr, Dieter Bruder aus den Gesprächen.

Doch nicht nur Raser ärgern viele Bürger. „Uns erreichten auch Klagen über Beschleunigungsrennen, gefährliche Überholmanöver und aggressives Verhalten im Straßenverkehr“, erklärt der Beamte. Einige der von Bürgern vorgeschlagenen Stellen sollen bereits am kommenden Dienstag beim 2. Blitzmarathon kontrolliert werden. Erklärtes Ziel sei es jedoch, so Bruder, dass jeder Teilnehmer eine Rückmeldung bekommt. „Im Nachgang werden Bezirksbeamte zu den Leuten gehen und schauen, was vor Ort getan werden kann.“

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